Großer Erfolg beim ESWC 2006
Nachlese: Deutsche Nationalmannschaft auch beim Spielen spitze
Neben der Fußball-WM ging ein anderes Großereignis in Frankreich vonstatten und im Rummel um das Runde fast unter: der Electronic Sports World Cup, die Weltmeisterschaft der Computerspieler. Auch hier reichte das Können "unserer Jungs" in der wichtigsten Disziplin für einen verdienten Platz auf dem Treppchen.
Inhaltsverzeichnis
- 1Königsdisziplin Counter-Strike
- 2Achtungs-Erfolge bei Fußball, Strategie und Rennspiel
- 3Brasilien wieder Weltmeister
Was nach Spaß klingt, ist aber nur etwas für echte Profis und nichts für Gelegenheitsspieler, die PC oder Spielkonsole bloß manchmal zum Zocken heranziehen. Wie bei der Fußball-WM müssen die Spieler beim "ESWC" hart trainieren, um sich nach dem strengen Reglement für die Teilnahme am "Grand Final" zu qualifizieren. Dort, im Pariser "Palais Omnisports de Bercy", versammelten sich die 700 besten Spieler aus 53 Nationen zum grafischen Gefecht.
Königsdisziplin Counter-Strike
Am Ende zahlte sich das monatelange Trainieren von Händen, Reflexen und Zielgenauigkeit, unter anderem sogar in einem speziellen Trainingscamp, für das deutsche Team "aTTaX" aus. In der Königsdisziplin "Counter-Strike" sicherte sich die vom Computerversand Alternate unterstützte Mannschaft den dritten Platz sowie ein Preisgeld von satten 24.000 Dollar. Bei der wohl wichtigsten eSport-Art handelt es sich um einen virtuellen Kampf zwischen einer Terror-Truppe und einer ebenso waffenstrotzenden Spezialeinheit.
Das taktische Gemetzel basiert auf dem erfolgreichen 3D-Shooter "Half-Life" und zählt zu den populärsten Online-Spielen weltweit. Ziel ist es, bestimmte Missionen in einem vorgegebenen Zeitlimit zu absolvieren - etwa Bomben legen oder entschärfen beziehungsweise Geiseln retten oder nicht. Auch das Dezimieren der gegnerischen Mannschaft bedeutet den Sieg. Zum Erfolg des aTTaX-Teams trug auch der 20-jährige Navid Javadi bei, Nickname "Kapio" - ein Bonner, wohnhaft unweit der netzwelt-Redaktion.
Achtungs-Erfolge bei Fußball, Strategie und Rennspiel
Beim Funracer "Trackmania Nations", der bereits lange vor den Endausscheidungen zum kostenlosen Download und Probetraining bereitstand, sicherte sich der 18-jährige Recklinghausener Pascal Jäger neben dem dritten Platz noch ein üppiges Taschengeld von 6.000 Dollar. Ebenfalls sehen lassen konnten sich die Einzelerfolge weiterer deutscher Spieler, die allesamt die Viertelfinale und somit die Top 8 erreichten. So zum Beispiel beim Strategie-Titel "Warcraft III" und Fußball-Spiel "Pro Evolution Soccer 5" sowie auch bei "Trackmania Nations". Sandro Simon, ein Playstation-Spieler und Nachwuchs-Rennfahrer aus Bochum, kam bei Gran Turismo 4 unter die besten Acht.

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