Bass-Bügel: Koss Porta Pro im Test
Hörtest
Eigentlich für den mobilen Einsatz konzipiert, macht der Kopfhörer auch an der heimischen Stereo-Anlage eine gute Figur. Nicht umsonst gehört zum Lieferumfang neben einer Transport-Tasche auch ein zum Hifi-Equipment passendes, vergoldetes Adapter-Stück. Die Kabel-Länge von 1,20 Meter reicht aber eher für die Strecke vom Rucksack oder der Hosentasche bis zum Kopf als von der Anlage bis zum Sofa.
Mit wenigen Handgriffen ist der Porta Pro zusammengefaltet und in der Schutztasche verschwunden. Dort sollte man ihn am besten wirklich nach jedem Gebrauch verstauen, sammelt sich ansonsten doch Staub und Sonstiges am Schaumstoff an. Zum Glück sind beide Polsterungen austauschbar und bedingt waschbar. Praktisch: Da die Aufnahme der Polster universell gehalten ist, müssen nicht zwangsweise Original-Polster von Koss verwendet werden.
Es hat einen Grund, warum der Porta Pro bei Koss seit über 20 Jahren ein absoluter Dauerbrenner ist: Bass. Man mag es kaum für möglich halten, wie druckvoll dieser Kopfhörer tiefe Frequenzen in den Gehörgang pustet, ohne dabei angestrengt oder gar übersteuernd zu wirken.
Auch bei niedrigem Lautstärke-Level ist der Bass überwältigend. Wohl dem, der die vergoldete 3,5-Millimeter-Klinke in eine Quelle mit regelbarem Equalizer gesteckt hat. Bei allen anderen MP3- oder CD-Playern mit nicht regelbaren Klang-Eigenschaften stampft dieser Bass ansonsten sämtliche Mitten und Höhen in Grund und Boden. Musikhörer mit Tendenz zum elektronischen Genre hingegen kommen mehr als auf ihre Kosten.
Mitten und Höhen gehören nicht zu den ausgewiesenen Stärken des Testmodells. Bläsern fehlt oft die Puste, Schlagzeugern die Durchsetzungskraft. Dennoch: Für einen Kopfhörer dieser Kategorie halten sich die Schwächen in absolut erträglichen Grenzen, gekrönt von einer atemberaubenden Basswiedergabe. Aufgrund der recht hohen Außenlautstärke ist der Koss Porta Pro nur bedingt für den täglichen Weg zur Arbeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln geeignet. Es sei denn, man zeigt grimmigen Blicken, Menschen, die sich kurzerhand wegsetzen, und Hinweis-Schildern die kalte Schulter.
Fazit: Empfehlenswerter Bass-Bolide mit leichten Schwächen
Die Stärken des Koss Porta Pro liegen im geringen Gewicht und Packmaß, dem sehr hohen Tragekomfort und der schon fast unheimlichen Basswiedergabe. Einen Extra-Punkt verdient sich der Testkandidat für das originale 80er-Jahre-Design.
Punktabzug gibt es hingegen für die wackelige Gesamtkonstruktion, die Abbildung von Mitten und Höhen und wiederum für den Bass der sich bei manchen Quellen und Musikstücken einfach zu extrem in den Vordergrund spielt. Daher ist dieser Kopfhörer eigentlich nur nach einem ausgiebigen Probehören am Wunsch-Player zu empfehlen. Den Koss Porta Pro gibt es für etwa 30 Euro im Handel.

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Freunde. Ganz im Ernst. Ich habe diese Dinger seit mittlerweile 10 Jahren und wirklich JEDER(!) dem ich die Dinger bis jetzt auf die Rübe gestülpt habe, hatte 2 Wochen später seine Eigenen.. Gerade bei basslastiger...
Höre gerade damit Bassstarke House stücke an die Bässe peitschen nur so in meine Ohren einfach nur Geil.
ich besitze nun schon seit 22 jahren diese Kopfhörer.Den ersten habe ich mir noch zu meinem Walkman gekauft und nach kurzer Zeit verloren.Der Zweite ist jetzt an meinem Walkmanhandy zum Einsatz gekommen und ich kann...
hat schon jemand getestet wie sich dieser Kopfhörer an einem MEIZU M6 macht bleibt dieser warme klang ?
Ich kann mich dem nur anschließen. Diese Kopfhörer sind der absolute Wahnsinn. Die Bässe und Töne sind Rauschfrei und exzellent wiedergabefähig. Die Polster nehmen den Druck am Kopf fast gänzlich weg. Ich...