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19.07.2006
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Leichter, faltbarer Bügelkopfhörer für Bass-Liebhaber

Bass-Bügel: Koss Porta Pro im Test

Michael Knott

Ein nicht zu teurer, leichter Bügelkopfhörer, den man zusammenklappen und in die Hosentasche stecken kann - das ist der Porta Pro von Akustik-Spezialist Koss. Ob er eine Alternative zu den weit verbreiteten Ohrsteckern darstellt, wie er klingt und wo die Vor- und Nachteile liegen, erfahren Sie in diesem Testbericht.

Große, kleine, eckige, runde, spitze - das perfekte, genormte Ohr gibt es zum Glück nicht. Um trotzdem eine optimale Passform zu garantieren, legen viele Hersteller ihren Modellen unterschiedliche Aufsätze bei. Doch selbst mit diesen haben manche Menschen ihre liebe Not. Andere empfinden es als unangenehm, die kleinen Stecker tief in die Gehörgänge zu drücken, klagen sogar über Kopf- und Ohrenschmerzen bei längerem Gebrauch.

Koss Porta Pro

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Eine Alternative sind offene Bügelkopfhörer. Und hier ist der Porta Pro fast schon eine Legende. Erstmalig wurde der Kopfhörer bereits 1984 der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Original-Design hat er weitestgehend behalten. Schwarz, türkis und silber lautet die eigentlich nicht mehr ganz taufrische Farbkombination. Im Falle des Porta Pro wirkt sie aber sehr gelungen. Das prägende Element, und eine absolute Besonderheit, sind die zwei ausgelagerten Zusatz-Polster über den eigentlichen Ohrmuscheln.

Unter diesen Polstern befinden sich natürlich keine eigenen Treiber, wie man vielleicht auf den ersten Blick vermuten könnte. Sie sollen lediglich den anliegenden Druck von den Ohren ein wenig entschärfen.

Mit Erfolg - in Kombination mit einem Fliegengewicht von gerade einmal 58 Gramm lässt sich der Koss sehr angenehm tragen. Auch nach mehreren Stunden im Dauereinsatz hinterlässt er keine Druckstellen, ohne Musik, könnte man fast völlig vergessen, dass er auf dem Kopf sitzt. Zusätzlich lässt sich der Druck auf den Kopf des unteren Bügel-Elementes dreistufig variieren. Der Schiebeschalter rastet aber nach jedem Gebrauch wieder in seine ursprüngliche Position zurück.

Verarbeitung

Bei der Beurteilung der Verarbeitungsqualität gibt es zwei unterschiedliche Blickweisen. Nüchtern betrachtet ist der Porta Pro aus billigstem Kunststoff zusammengeschustert. Lässt man das gut gemachte Erscheinungsbild einmal außen vor, könnte dieser Kopfhörer auch von einem Billigzulieferer aus Fernost stammen. Zwar sitzt alles am richtigen Platz. Dennoch hat es den Anschein, dass das gute Stück einen kräftigen Zug am Bügel nicht überstehen wird.

Andererseits ist der Porta Pro ein filigranes Gesamtkunstwerk, vergleichbar mit einem Rennrad. Alles, was überflüssiges Gewicht auf die Waage bringt, wurde weggelassen. Nicht zu vergessen: Auf den Porta Pro gewährt der amerikanische Hersteller Koss eine Garantie von zehn Jahren, welche nach eigenen Angaben sehr kulant zugunsten des Kunden ausgelegt werden soll.

Koss Porta Pro

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Patrick, am 19.07.2006 12:49

Ich bin seit ca. 1 Jahr stolzer Besitzer dieses Kopfhoerers und hatte davor Sennheiser HD500. Ich war anfangs eher skeptisch ob diese kleinen, klapprigen Kopfhoerer wirklich guten Klang produzieren koennen, aber nach einer kleinen Internet-Review-Odyssee hab ich mich dann doch ueberwinden koennen sie mir zu bestellen, und ich bin absolut begeistert!!
Sauberer Klang, satter Bass, was will man mehr? Man bekommt noch eine kleine Ledertasche dazu um seine Porta Pro im eingeklappten Zustand schoen einpacken zu koennen und dann koennen sie auch mal eine Woche im Rucksack liegen. (der natuerlich in der Gegend rumgeworfen wird ;-) ) Meine ehemaligen Sennheiser haben das nicht ausgehalten, aber ich bin auch eher ein Hardcore User und dafuer sind die Kopfhoerer wirklich gut geeignet auch wenn sie so aussehen als wuerden sie gleich auseinanderbrechen.

Fazit:
Sehr zu empfehlen!!!


Anonym, am 20.07.2006 22:13

Kann ich auch nur empfehlen,
Preis / Leistungsverhältnis ist einmalig gut -
der Klang absolut Top !


Vaube, am 20.07.2006 23:50

Die Firma Koss zeigt sich wirklich äußerst kulant. Mein etwa 5 Jahre alter Kopfhörer war defekt auf Grund der Tatsache, dass das Kabel aus der Ohrmuschel gerissen war. Eigentlich Pech... da kommt sonst kein Hersteller für auf.
Anders die Fa. Koss. Gegen Übernahem der Versandkosten habe ich einen neuen Koss Porta Pro erhalten. In der heutigen verbraucherfeindlichen Geschäftswelt ein Novum. Davon abgesehen ist der Kopfhörer genial,... wenn man denn nicht gerade Klassik hört.
Empfehlenswert !


ruedi01, am 31.10.2006 11:14

Ich habe in der Vergangenheit der letzten 10 Jahre schon viele Leicht-Kopfhörer für mobile Geräte mein eigen genannt. Darunter waren Marken wie Sony, Philips, Sennheiser und noch einige mehr. Aber keiner dieser Hörer kam auch nur annähernd an die klanglichen Qualitäten des PortaPro heran.

Aus diesem Grund verstehe ich die klangliche Beurteilung hier überhaupt nicht, ich besitze diesen Hörer jetzt seit gut 4 Jahren, er ist das mit Abstand beste in dieser Klasse, was ich bisher auf dem Kopf hatte. Es ist richtig, der Bass ist eine seiner Stärken, er ist nicht nur recht kräftig, sondern kommt auch sehr tief herunter. Darüber hinaus ist aber auch die Hochton- und Mittenwiedergabe exzellent, alle Konturen 8einzelne Instrumente und Stimmen) werden jederzeit klar und natürlich herausgebildet. Er spielt im Grunde ungemein linear und ist dabei druckvoll und enorm pegelfest.

Nur im direkten Vergleich mit meinem ausgewachsenen Hifi-Kopfhörer (Beyer DT 990) merkt man, dass es durchaus noch besser geht.

An meinen beiden MP3-Playern (Creative Jukebox D.A.P. III und Archos Gmini XS 100) betriebe ich ihn fast immer in absolut linearer Einstellung und das passt von Rock bis Klassik!

Auch die Verarbeitung ist in Sachen Langzeitqualität absolut überzeugend. Ein Bekannter von mir besitzt diesen Hörer seit fast 18 Jahren und er geht nicht gerade pfleglich damit um. Ein paar Gebrauchsspuren sind sichtbar, mehr aber auch nicht, der Hörer funktioniert wie am ersten Tag.

Einziger kleiner Nachteil an diesem Hörer, der leider in diesem Test nicht zur Sprache kam, er ist für einen Kleinkopfhörer nicht sehr empfindlich. An sehr leisen Playern könnte er etwas zu wenig Schalldruck erzeugen.

Gruß

RD


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