Leichter, faltbarer Bügelkopfhörer für Bass-Liebhaber

Bass-Bügel: Koss Porta Pro im Test

Ein nicht zu teurer, leichter Bügelkopfhörer, den man zusammenklappen und in die Hosentasche stecken kann - das ist der Porta Pro von Akustik-Spezialist Koss. Ob er eine Alternative zu den weit verbreiteten Ohrsteckern darstellt, wie er klingt und wo die Vor- und Nachteile liegen, erfahren Sie in diesem Testbericht.

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Koss Porta Pro - Auch nach so langer Bauzeit bietet der Koss-Kopfhörer viel Gegenwert für knapp 30 Euro.
Auch nach so langer Bauzeit bietet der Koss-Kopfhörer viel Gegenwert für knapp 30 Euro.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Verarbeitung
  2. 2Hörtest
  3. 3Fazit: Empfehlenswerter Bass-Bolide mit leichten Schwächen

Große, kleine, eckige, runde, spitze - das perfekte, genormte Ohr gibt es zum Glück nicht. Um trotzdem eine optimale Passform zu garantieren, legen viele Hersteller ihren Modellen unterschiedliche Aufsätze bei. Doch selbst mit diesen haben manche Menschen ihre liebe Not. Andere empfinden es als unangenehm, die kleinen Stecker tief in die Gehörgänge zu drücken, klagen sogar über Kopf- und Ohrenschmerzen bei längerem Gebrauch.

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Koss Porta Pro

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Eine Alternative sind offene Bügelkopfhörer. Und hier ist der Porta Pro fast schon eine Legende. Erstmalig wurde der Kopfhörer bereits 1984 der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Original-Design hat er weitestgehend behalten. Schwarz, türkis und silber lautet die eigentlich nicht mehr ganz taufrische Farbkombination. Im Falle des Porta Pro wirkt sie aber sehr gelungen. Das prägende Element, und eine absolute Besonderheit, sind die zwei ausgelagerten Zusatz-Polster über den eigentlichen Ohrmuscheln.

Unter diesen Polstern befinden sich natürlich keine eigenen Treiber, wie man vielleicht auf den ersten Blick vermuten könnte. Sie sollen lediglich den anliegenden Druck von den Ohren ein wenig entschärfen.

Mit Erfolg - in Kombination mit einem Fliegengewicht von gerade einmal 58 Gramm lässt sich der Koss sehr angenehm tragen. Auch nach mehreren Stunden im Dauereinsatz hinterlässt er keine Druckstellen, ohne Musik, könnte man fast völlig vergessen, dass er auf dem Kopf sitzt. Zusätzlich lässt sich der Druck auf den Kopf des unteren Bügel-Elementes dreistufig variieren. Der Schiebeschalter rastet aber nach jedem Gebrauch wieder in seine ursprüngliche Position zurück.

Verarbeitung

Bei der Beurteilung der Verarbeitungsqualität gibt es zwei unterschiedliche Blickweisen. Nüchtern betrachtet ist der Porta Pro aus billigstem Kunststoff zusammengeschustert. Lässt man das gut gemachte Erscheinungsbild einmal außen vor, könnte dieser Kopfhörer auch von einem Billigzulieferer aus Fernost stammen. Zwar sitzt alles am richtigen Platz. Dennoch hat es den Anschein, dass das gute Stück einen kräftigen Zug am Bügel nicht überstehen wird.

Andererseits ist der Porta Pro ein filigranes Gesamtkunstwerk, vergleichbar mit einem Rennrad. Alles, was überflüssiges Gewicht auf die Waage bringt, wurde weggelassen. Nicht zu vergessen: Auf den Porta Pro gewährt der amerikanische Hersteller Koss eine Garantie von zehn Jahren, welche nach eigenen Angaben sehr kulant zugunsten des Kunden ausgelegt werden soll.

Koss Porta Pro

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