Vergleichstest: Günstige Gamer-Mäuse von A4Tech, Trust und Everglide
Ergonomie
Leicht versetzt neben dem Mausrad hat A4Tech den so genannten "Triple Fire Button" platziert. Ein Druck auf den roten Schalter leitet gleich eine dreifache Salve ein, die aber nicht bei jedem Spiel Vorteile bringt. Denn bei 3D-Shootern beispielsweise wird bereits durch Halten der linken Maustaste die maximale Schussfrequenz erzielt. Wie bei der Everglide G-1000 befindet sich oberhalb des Rädchens eine weitere Taste, welche ab Werk die dpi-Einstellung übernimmt.
Wie es sich für eine richtige Gamer-Maus gehören sollte, überzeugen linke und rechte Maustaste in allen drei Fällen mit präziser Rückmeldung und sattem Klicken. Besonders kann hier die Trust Predator überzeugen, dicht gefolgt von der X-718F von A4Tech und Everglide G-1000. Leider machen die rechte Seitentaste der Predator sowie die lauten linken Daumentasten der G-1000 es dem Benutzer unnötig schwer.
Ausgerechnet die klobige und auf den ersten Blick scheinbar wenig durchdacht geformte Everglide G-1000 liegt mit Abstand am besten in der Hand. Obwohl auch die anderen Kontrahenten eher Rechtshänder ansprechen ist sie für Linkshänder am wenigsten geeignet. Im ergonomischen Mittelfeld landet die lange Trust Predator, die noch etwas besseren Halt bietet als die sehr schmal ausfallende A4Tech X-718F. Abgesehen von den schwer zugänglichen Tasten über den Scroll-Rädchen ist die Erreichbarkeit der Tasten innerhalb des verspielten Trios durchweg sehr gut. Verlorenen Boden kann A4Tech allerdings beim Tastenrad wettmachen, das qualitativ weit über den anderen steht.
Es besitzt ein präzise Rasterung sowie keinerlei seitliches Spiel, zudem arbeitet es leise und leichtgängig. Im Gegensatz zu den schwergängigen Lösungen von Everglide und Trust stimmt auch der Widerstand beim Drücken. Beim Scrollen fällt der Widerstand des Everglide-Rädchens wiederum zu leichtgängig aus, dafür halten sich Spiel und Geräuschpegel noch in vertretbaren Grenzen. Für das Mausrad der Trust Predator reicht es hier nur für den letzten Platz, da es sich einfach zu unsauber anfühlt und anhört.
Verarbeitung und Qualitätsanmutung
Unserer Meinung nach gibt es keinen größeren Designer-Fauxpas als den Versuch, schnödes Plastik mit Chrom aufzuwerten. Doch genau diesen Fehler hat A4Tech beim Entwurf der X-718F begangen. Über den rein subjektiven Sinn für Ästhetik hinaus geht jedoch die geringe Verarbeitungsqualität der verchromten Maus. Insgesamt vermittelt sie zwar einen robusteren Eindruck als die beiden anderen und klappert kaum, doch ihre Spaltmaße sind entschieden zu hoch.

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 3 Beiträge
Ich habe diese Maus auch schon seit etwas längerem. Ich spiele überwiegend Counter Strike und Half Life 2. Wenn jemand von der seite oder hinten kommt , dann bin ich mit der maus nicht schnell und Präzise...
Ich habe die Trust Predator und kann nur ein absolut unverzögertes Ansprechen attestieren. Auch die von mir in Paint gezeichneten Linien sind schnurgerade.
Da die X715f Testsieger ist würde ich auch gerne einmal wissen wie gut die X750f, welche besser als die 715 ist, im gegensatz zu der Logitech G5 ist.