Premiere wieder mitten drin im Bundesligazirkus

Bundesliga: Arena und Premiere einigen sich auf Pay-TV-Vertrag

Es ist die Sensationsnachricht am Morgen - Der Abo-Sender Premiere und der neue Bundesliga-Rechteinhaber Arena einigten sich in München auf eine gemeinsame Verbreitung der Fußball-Bundesliga im Pay-TV. Premiere gewährleistet eine Vermarktung des Arena-Programms für rund zehn Millionen Menschen im Kabelnetz von Kabel Deutschland (KDG).

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Premiere sichert Bundesliga-Übertragung im Kabelnetz von Kabel Deutschland

Bereits gestern berichtete netzwelt über die Einigung des neuen Fußball-Pay-TV-Anbieters Arena mit dem Kabelnetzbetreiber Kabel BW. Heute nun die überraschende Meldung - Arena und Premiere sitzen in Sachen Bundesliga-Übertragung wieder in einem Boot. Der Bezahlsender Premiere sichert Arena ab der neuen Saison die Übertragungen der Fußball-Bundesliga im Kabelnetz von Kabel Deutschland (KDG). Darüber hinaus werden die regionalen Kabelnetzbetreiber ish, iesy und Telecolumbus, die zur Arena-Muttergesellschaft Unity Media gehören, ihren Kunden Premiere-Pakete offerieren. Premiere wird das Programmangebot von Arena zu gleichen Konditionen (14,90 Euro) und unverändert ausstrahlen.

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Die Kooperation mit dem Hauptkonkurrenten Premiere, welche vor gut einem halben Jahr undenkbar gewesen wäre, ist wohl auf die zähen Verhandlungen zwischen Arena und Kabel Deutschland zurückzuführen. Knapp einem Monat vor dem Start der Bundesliga in die neue Saison gerieten die Verhandlungen immer mehr ins Stocken, sodass sich die Unity Media-Tochter unter Zugzwang befand. Schließlich war man stets bemüht, allen Kunden ein entsprechendes Programmangebot zu unterbreiten. Dies hat man mit der Partnerschaft zu Premiere realisieren können und erreicht nun praktisch alle Kabel- und Satellitenkunden in Deutschland.

Premiere wieder mit im Boot

Für Premiere ist diese Einigung natürlich wie Balsam auf geschundenen Fußball-Seelen. Premiere verlor Ende letzten Jahres nach über 15 Jahren die Übertragungsrechte an den Branchenneuling Arena. Premiere-Chef Georg Kofler verzockte sich in den Verhandlungen mit der Deutschen Fußball Liga im Bestreben nach mehr Exklusivität und ging leer aus. Als Notlösung sicherte sich Premiere in Verbindung mit der T-Com die Rechte an der Übertragung der Live-Spiele über das Internet. Nun also der überraschende Coup mit Arena, der die Premiere-Aktie wohl wieder aus dem Keller holt.

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