Mit günstiger Bandbreite und Bittorrent-Unterstützung

Amazon S3: Web-Speicherplatz zum Spottpreis

Amazon.coms Simple Storage Service (S3) bietet Dotcoms und unabhängigen Entwicklern Speicherplatz im Netz - und zwar ab 15 US-Cent pro Gigabyte. Solche Spottpreise kommen an: Zu S3s Kunden gehören unter anderem Microsoft, Foto-Webseiten und Speicher-Weiterverkäufer. Doch die Möglichkeiten des Dienstes sind noch lange nicht ausgeschöpft.

Amazon hat S3 im März dieses Jahres mit dem erklärten Ziel gestartet, Entwicklern eine günstige Speicher-Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Anstatt sich unzählige eigene Server anzumieten, könnten diese ihre Daten ganz einfach zu Amazon auslagern, so die Logik.

Dazu verspricht Amazon Ausfallsicherheit, schnelle Verfügbarkeit, Einbindungsmöglichkeiten in Web-Applikationen und dergleichen mehr. Doch das beste Argument für S3 ist und bleibt der Preis: Nutzer zahlen 15 US-Cent pro Gigabyte Speicherplatz pro Monat und 20 Cent pro Gigabyte verbrauchter Bandbreite - und zwar ganz nach Bedarf. Zusätzliche Fixkosten gibt es nicht.

Microsoft ist mit dabei

Mit dieser Preisstruktur hat sich S3 offenbar innerhalb weniger Monate zu einem Erfolg gemausert. Amazon erklärte dazu im Juli, mittlerweile 800 Millionen gespeicherte Objekte auf den eigenen Servern zu haben. Zu den Nutzern gehören Startups wie die Foto-Webseite Smugmug.com, die laut Amazon jeden Monat zehn Terabyte an Fotodaten auf die S3-Server lädt.

Microsoft wiederum ist nicht unbedingt als eine Firma bekannt, die sich keine eigenen Server leisten kann. Der Software-Riese hat trotzdem damit begonnen, Programm-Downloads über Amazons S3-Server auszuliefern. Die Firma hat dabei eigenen Angaben zufolge mehr als 90 Prozent an Speicher-Kosten eingespart.

Dazu gibt es eine ganze Reihe von Backup-Anbietern, die das eigentliche Abspeichern komplett zu Amazon ausgelagert haben. Wer beispielsweise Elephantdrive.com nutzt, um seine persönlichen Daten im Netz abzusichern, speichert diese tatsächlich auf S3-Servern ab. Elephants Server dienen lediglich als Web-Interface für Endnutzer.

Bittorrent-Downloads, powered by Amazon

Man darf gespannt sein, was Web-Dienstleister in Zukunft aus dieser billigen Ressource machen werden. Eine der interessantesten S3-Möglichkeiten hat offenbar bisher noch niemand ausgeschöpft: Der Service besitzt die Möglichkeit, jede gehostete Datei auch als Bittorrent-Download anzubieten. Webmaster könnten damit einerseits noch mehr Geld sparen und andererseits auf einen schnellen, Server-basierten Seed vertrauen.

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