Test: Flat Out 2
Symphonie der Zerstörung
Das Schadensmodell glänzt nichtsdestotrotz mit vielen Details. Dank einer raffinierten Physik-Engine lösen sich Unfallautos buchstäblich in ihre Einzelteile auf. Nach einigen Überschlägen und Karambolagen sehen die Boliden derart übel aus, dass sie nicht einmal als Papamobil Chancen auf dem Gebrauchtwagenmarkt hätten. Auch die Piste gleicht ab der zweiten Runde einem Trümmerfeld, übersät mit Schrott, Bauteilen, Reifen und ähnlichem mehr. Die übrigen Effekte gefallen gleichermaßen: Grafisch hat der Racer mehr unter der Haube als die moderaten Systemanforderungen vermuten lassen.
In "Flat Out 2" verlassen die Insassen, sprich Dummies, ihre Wagen des Öfteren. Nicht um sich die künstlichen Füße zu vertreten, sondern im Rahmen grotesker Wettkämpfe. Dabei geht es meist darum, das Fahrzeug in schillernden Arenen zu beschleunigen und die Crashtest-Puppe per Schleudersitz in Fangnetze zu katapultieren oder durch möglichst viele Feuerringe. Die Flugbahn der gelenkigen Gesellen kann über die Richtungstasten beeinflusst werden. Ausschlaggebend für den Erfolg sind gutes Timing und Fingerspitzengefühl. Die Lenkung der Sportflitzer, Pick-Up-Trucks und Muscle-Cars geht dank gut umgesetzter Steuerung leichter von der Hand.
Der Soundtrack ist hochkarätig. Von A wie Audioslave bis Z wie Zebrahead reicht die Liste der lizenzierten Interpreten. Für fast jeden Anhänger der schroffen E-Gitarrenmusik sollte etwas Passendes dabei sein. Den inoffiziellen Titelsong steuern die Altmeister von Megadeath bei: Ihre "Symphony of Destruction" ist musikalische Metapher insbesondere für das launige Crash-Derby. Jene motorisierte Deathmatch-Variante, bei der sich maximal acht Piloten gegenseitig die Knautschzone verringern, macht in Fahrgemeinschaften via Netzwerk oder Internet besonderen Spaß.
"Flat Out 2" ist besser und umfangreicher als sein Vorgänger. Das Tempo ist hoch, der Schrottfaktor höher und die Grafikqualität irgendwo dazwischen angesiedelt. Zu bemängeln hat der Spielspaß-TÜV allein den etwas nüchternen Karrieremodus sowie das Fehlen neutraler Verkehrsteilnehmer. Gurtmuffel mit Amokambitionen steigen trotzdem ein - beziehungsweise im freien Flug aus.
| Steckbrief | ||
|---|---|---|
| Sound | 10 von 10 % | 85 % |
| Grafik | 14 von 15% | |
| Spielspaß | 15 von 15% | |
| Multiplayer | 8 von 10% | |
| Bedienung | 8 von 10% | |
| Preis/Leistung | 12 von 15% | |
| Hardwareanforderung | 12 von 15% | |
| Langzeitspielspaß | 6 von 10% | |

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 3 Beiträge
Zitat: Einen Heidenspaß, macht´s dennoch! Und nur darauf kommt's an;-)
Einen Heidenspaß, macht´s dennoch!
Na, sehr objektiv habt ihr aber nicht getestet.;-) Ich bin Fan des ersten Teils, der wirklich mal was neues in der Rennbranche dargestellt hat, zumindest teilweise. Die Grafik ist wirklich überzeugend, vor...