Amokfahren für Dummies
Test: Flat Out 2
Action
Kreischende Gitarren, schepperndes Blech, durch Feuerreifen fliegende Crashtest-Dummies: Im zweiten Teil von "Flat Out" hat das Spektakel Vorfahrt.
Irrwitzige Minispiele und ein ausgeklügeltes Physiksystem zeichneten das Actionrennspiel "Flat Out" vor knapp zwei Jahren aus. Auf diese Stärken setzt auch der Nachfolger, packt in mehrfacher Hinsicht aber einiges drauf. Gegenüber dem ersten Teil hat sich fast alles verdoppelt, sowohl was den Fuhrpark betrifft als auch die Anzahl der Arenen und Rennstrecken. Einen wesentlichen Kritikpunkt, den des kargen Streckenangebots, hat sich Hersteller Bugbear Entertainment zu Herzen genommen.
In der Pampa, der Großstadt oder auf dem Grund eines trockengelegten Kanals stehen in begrenzter Zahl außerdem alternative Wege offen. Davon machen auch die computergesteuerten Rivalen Gebrauch, die Einzelspieler im Karrieremodus näher kennenlernen. Eine Geschichte, wie sie sogar das mit deutlich geringeren Mitteln produzierte "Crashday" erzählt, bringt der "Flat Out"-Nachfolger aber nicht zuwege. So bleibt es an der Jagd nach Pokalen und Tuningteilen, die Motivation im Karrieremodus hochzuhalten.
Ramm dich reich
Gegen Geld, das bei erfolgreicher Platzierung in verschiedenen Wettbewerben herausspringt, dürfen in der Werkstatt die Schraubenschlüssel gedreht werden. Statt Motoren, Auspuffanlagen oder Karosserien in der untersten Wagenklasse zu modifizieren, kann eine gut gefüllte Rennkasse zum Aufstieg in die nächst höhere Kategorie geplündert werden. Denn ohne ein entsprechendes Gefährt, das Regelwerk unterscheidet zwischen Derby-, Renn- und Straßenwagen, sind gewisse Wettbewerbe tabu. Einmal gekauft, steht jeder Wagen in der Garage dauerhaft zur Verfügung.
Weil "Flat Out 2" keine Ambitionen auf Fair-Play-Preise hegt, wirken sich unsportliche Aktionen finanziell positiv aus. Rempeleien und Flankierungsmanöver werden abhängig vom verursachten Schaden mit Prämien belohnt. Am lukrativsten ist eine Siegerehrung in der Kategorie "bester Schrotter". Wird hingegen der eigene Wagen bis zur Fahruntüchtigkeit verknautscht, endet das aktuelle Rennen. Weil jedoch das Kaputtfahren von Objekten auf und neben der Strecke dem Aufstocken des Nitrovorrats dient, wurden die Wagen so konzipiert, dass sie sogar die Kollision mit geparkten Flugzeugen oder explosiven Zapfsäulen überstehen.
Eine Demonstration des Physiksystems: Der Bauträger einer zerstörten Brücke hat sich quer durchs Auto gebohrt, wo er kilometerlang stecken bleiben wird
Flat Out 2
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Na, sehr objektiv habt ihr aber nicht getestet.;-)
Ich bin Fan des ersten Teils, der wirklich mal was neues in der Rennbranche dargestellt hat, zumindest teilweise. Die Grafik ist wirklich überzeugend, vor allem hinsichtlich dessen, dass sie, im Vergleich zu anderen Spielen,nicht so Hardwarehungrig daherkommt. Leider hat sich Bugbear anscheinend dazu entschlossen mehr die Anhänger der Arcadecommunity anzusprechen. Die Balance zwischen Simulation und Arcadespiel, wurde, mM nach, gerade im 1.Teil gut bewältigt. Im Nachfolger gibt es z.B. gar nicht mehr die Möglichkeit, zwischen einem automatischen und einem manuellen Getriebe zu wählen.Des Weiteren ist die Steuerung der Boliden um ein Vielfaches einfacher geworden, man kann nun fast immer Vollgas geben, ohne sich dabei Sorgen machen zu müssen, abseits der Strecke zu landen. Meiner Meinung nach ein Nachfolger, der zu viele Kompromisse eingegangen ist, nur um mehr Spieler anzusprechen, eine Entwicklung die immer mehr Zulauf in der Spielbranche findet und nicht selten Gegenteiliges bewirkt.
Einen Heidenspaß, macht´s dennoch!
Zitat:
Und nur darauf kommt's an;-)
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