Verkehrte Netzwelt: Die vernetzte Kehrtwelt

Die Geschäftsführung Gottes

Ich hingegen hatte mich bereits genug gedemütigt und legte wieder auf. Wie tief ich doch gesunken war. Keine Freunde, nicht einmal eine Bezugsperson, keine Stimme, kein Essen und kein Wasser. Und was am schlimmsten war - kein Netz! Willkommen zum Tiefpunkt meines bisherigen Lebens. Ich fühlte mich wie eine Maus ohne Pad. Ein Windows ohne Klammergriff. Ein Apfel ohne Anbiss. Ich hatte mich endgültig aus der realen Welt verabschiedet.

Mein Herz tickte mit jeder weiteren Offline-Minute schneller, als das Guthaben eines Prepaid-Handys bei einem Auslandsgespräch verschwindet. Es begann zu flimmern, geriet völlig aus dem Takt und kollabierte schließlich. Tiefschwarze Leere umspülte meine letzten noch aktiven Synapsen, bis auch diese endgültig ihren Dienst quittierten und sich mit samt meinem geschundenen Geist zur endgültigen Ruhe betteten.

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"Ich sehe, Sie kommen wieder zu sich. Können sie mich sehen, mich verstehen?" Schemenhaft nahm ich die Umrisse einer dürren Gestalt war. "Wir haben Sie beobachtet", säuselte die Stimme weiter. "Wer sind Sie?", artikulierte ich plötzlich in dermaßen perfekter Art und Weise, dass ich mich selber nur wundern konnte.

"Mein Name tut hier nichts zur Sache, im Grunde genommen habe ich nicht mal einen Namen im herkömmlichen Sinne. Betrachten Sie mich einfach als die Vorzimmerdame des Himmels, die Geschäftsführung Gottes, wenn Sie so wollen. Ich habe die Aufgabe, Sie langsam an das heranzuführen, was jetzt kommen wird. Denn würden Sie unvorbereitet durch diese Tür dort gehen", meine Augen folgten dem ausgestreckten Finger in Richtung einer prächtig verzierten, weißen Doppel-Türe, die in etwa fünf Meter Entfernung zu mir lag und bis in die Unendlichkeit reichte, "würden Sie Ihr Augenlicht für immer verlieren.

Ihr Geist könnte nicht verkraften, was er sieht, und würde zerplatzen wie ein rohes Ei in der Mikrowelle. Um es kurz zu machen - Sie sind vor etwa einer halben Stunde gestorben. Hinter dieser Tür wird sich nun Ihr weiteres Schicksal entscheiden. Und ganz ehrlich - Ihrer Akte nach zu urteilen, dürfte es nicht ganz so rosig um Ihre Zukunft bestellt sein. Wenn Sie bereit sind, blabla, sich halbwegs fit fühlen, dann melde ich Sie jetzt beim Chef an."

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Ach... so macht der Schluß auch viel mehr Sinn :-) Grüße

So, wieder alles in Ordnung...

Ich glaube, dass es davon ganz ganz viele gibt...Nur merke ich gerade, dass der Artikel plötzlich aufhört. Eigentlich hatte der 6 Seiten :-( Wird aber wieder behoben! Grüße

Danke für den Artikel!! Ich kannte auch so jemand. Aber der lebt ---glaube ich--- noch. Grüße

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