Harmlos, niedlich, lungenpfeifend

Internet & Netzwelt: Röchelnde Puppe schützt Kinder vor passivem Rauchen

Kippe am Kinderwagen: Was für die einen die Zigarette nach gutem Sex ist, dient anderen als mentale Belohnung nach einer stressigen Shopping-Tour am Samstag-Nachmittag. Der Nachwuchs plärrt, der genüssliche Zug am Glimmstängel hilft darüber hinweg. Viel zu häufig sieht man (Klein)-Kinder dem giftigen Rauch passiv ausgesetzt. Ein Projekt des Designers Daniel Goddemeyer soll Eltern für das heikle Thema Passiv-Rauchen sensibilisieren.

Smoke - das englische Wort für "Rauch" - ist gleichzeitg der Name einer Puppe, die es in sich hat. Kommt sie in den Kontakt mit Kinderhänden, fängt sie von ganz alleine an zu atmen. Der Brustkorb hebt und senkt sich beruhigend langsam. Kommt jetzt der Rauch einer Zigarette ins Spiel, reagiert die Puppe mit einer beschleunigten, nervösen Atmung.

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Niedliche Puppe mit röchelnder Raucherlunge

Gesundheitliche Schäden, die Eltern ihren Sprösslingen auch auf den zweiten Blick nicht ansehen, werden bei der Puppe sofort augenscheinlich. Anfangs bleibt es noch bei hektischer Atmung. Später, im Laufe der Zeit, kommen weitere Symptome wie Husten hinzu. Schließlich treten sämtliche Anzeichen einer "echten" Raucherlunge auf.

Daniel Goddemeyer wählt einen sehr interessanten Ansatz, Eltern offensiv auf ihr Fehlverhalten aufmerksam zu machen. In Gestalt einer unschuldigen Puppe wird dem Kind eine Art Kontroll-Monitor an die Hand gegeben, welcher direkt und ohne Umwege klarmacht, wie es um die Gesundheit bestellt ist.

Erziehungsberechtigte werden es sich dann hoffentlich zweimal überlegen, ob sie es tatsächlich mit ihrem Gewissen vereinbaren können, die Lieblingspuppe ihres Kindes dauerhaft zu schädigen. So plump es klingen mag: Manche Menschen kann man nicht mit Argumenten, die nicht sofort und auf der Stelle nachvollziehbar sind, überzeugen.

Spricht sich die Funktion der Puppe aber in der Nachbarschaft und bei Freunden herum, könnte der eine oder andere Kommentar vernünftiger Mitmenschen schon viel bewegen. Wer ernsthaft mit dem Rauchen aufhören möchte, ist ja auch gut beraten, diesen Vorsatz möglichst vielen Menschen zu erzählen. Viele Augen sehen mehr als nur zwei durch Rauch verschleierte. Allerdings dürften langjährig abhängige Eltern nur schwer dazu zu bewegen sein, ihrem Kind überhaupt eine solche Puppe zu kaufen. Der erste Schritt wäre dann jedoch bereits getan.

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Beiträgeinsgesamt 7 Beiträge

Und mir gehen die raucher auf den sack und zwar nicht "so langsam" sondern schon seit Jahren

[Ironie_Modus an] So langsam geht mir diese Nichtraucherlobby gewaltig auf den Senkel. Nicht rauchen ist schädlich,sondern nichtrauchen!! Wo kommt der Tabak her? Aus den sogenannten...

Wie ist das denn mit anderen Mitmenschen? Ich kauf mir auch sone Puppe und nehme sie immer mit in die Kneipe... haha

Die Sache ist ja die: Eltern ist natürlich bewußt, dass sie ihrem Kind Schaden zufügen wenn sie qualmend nebem ihm stehen. Nur die Puppe macht dieses Fehlverhalten direkt und sofort sichtbar. Auch langjähriges...

"Erziehungsberechtigte werden es sich dann hoffentlich zweimal überlegen, ob sie es tatsächlich mit ihrem Gewissen vereinbaren können, die Lieblingspuppe ihres Kindes dauerhaft zu schädigen." Ich...

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