Von Media Player bis Movie Maker: Was Windows XP alles selber kann
Media Player: Multitalent für viele Abspielereien
In Outlook Express können Sie sich mehrere Identitäten zulegen, die einzeln bearbeitet weren können. So ist es möglich, die E-Mails von vielen verschiedenen Mail-Portalen zentral im Outlook Express zusammenlaufen zu lassen - Microsofts Client holt sie per Klick von dort ab. Hier können Sie darüber hinaus Adressen verwalten und Kontakte anlegen, eine komfortable Suchfunktion durchforstet Ihre elektronische Post nach bestimmten Parametern. Auch was den Import und Export von Einstellungen angeht, lässt Outlook Express die Freeware-Konkurrenz hinter sich. Ein klares Argument für den Thunderbird sind allerdings auch hier die nützlichen Erweiterungen, die den Funktionsumfang ausdehnen.
Um Musik und Videos abzuspielen, verlässt sich Microsoft ganz auf den Media Player, der nach der Installation in Version 9 vorliegt. Nach einer ersten Konfiguration, in der Sie bestimmen, welche Formate mit dem Windows-Player geöffnet werden sollen, ist er betriebsbereit. Die Bedienung ist dabei relativ einfach: Unten befindet sich die Abspielleiste, rechts vom Bild klappt auf Knopfdruck die Wiedergabeliste auf. Im oberen Bereich wartet die bekannte Befehlsleiste, in der Sie Optionen konfigurieren oder die Mediengalerie verwalten können. Die linke Navigation bietet weitere Funktionen in einer Schnellauswahl an.
Plugins und Erweiterungen können Funktionen und Bedienkomfort des Media Players noch verbessern, verschiedene Skins heben die Optik an. Auch Visualisierungen als Untermalung Ihrer Lieblingssongs hat der Media Player im Angebot. Die Software eignet sich auch als DVD-Player: Per Autostart wird direkt das Hauptmenü aufgerufen, sobald Sie ein entsprechendes Medium einlegen. Über die rechte Wiedergabeleiste können Sie dann einzelne Kapitel anwählen.
Der Media Player kommt mit Video und Audio zurecht (Klick vergrößert)
Leider enttäuscht der Media Player in drei Bereichen: Erstens ist die Systembelastung mit 15 Megabyte Arbeitsspeicher und einer CPU-Auslastung von knapp 30 Prozent relativ hoch. Das zweite Manko ist die Codec-Unterstützung - hier kann die Konkurrenz um den VideoLAN Client mehr überzeugen. Auch die Angewohnheit des Media Players, automatisch ins Internet zu gehen und Medieninformationen sowie Codecs ungefragt herunterzuladen, stößt unangenehm auf - lässt sich aber über Extras > Optionen unterbinden.
Fazit: Microsoft kann es auch alleine - aber Hilfe von außen tut gut
Mit Movie Maker, Media Player, Outlook Express, Paint und dem Internet Explorer bietet Windows XP dem User eine mächtige Kombination an Software für den Alltag. Viele dieser Programme, allen voran Movie Maker und Media Player, können mit der Freeware-Konkurrenz auch durchaus mithalten, bei den anderen Kandidaten existieren allerdings bessere Alternativen. Daher ist es auch für den überzeugtesten Microsoft-Jünger ratsam, das Software-Angebot von Windows XP um ausgezeichnete Anwendungen wie VideoLAN Client, GIMPshop, Opera oder Thunderbird zu erweitern.








