Schnetzeljagd durch die Antike

Test: Titan Quest

Klick. Klick. Klick. So klingen "Diablo"-Zocker mit Kopfhörer für ihre Umwelt. Nicht zufällig verursacht das Action-Rollenspiel von THQ nach außen dieselben Geräusche.

Test: Titan Quest
Im Vordergrund: Ein Portal für die Schnellreise. Dahinter ein Brunnen, wie er auferstandenen Helden als Startpunkt dient. Mit jedem virtuellen Tod stirbt auch ein bisschen Erfahrung

Die Monster sind los in der antiken Welt. Gut für böse Titanen, schlecht für die Schlafqualität der Menschen. Ein Held soll Abhilfe schaffen, erst in Griechenland, später in Ägypten und Asien. Dass die Wahl der Schauplätze nicht zufällig getroffen wurde, zeigt ein Blick auf die vielen mythischen Kreaturen, die den Sagen jener antiken Hochkulturen entspringen. In "Titan Quest" schnetzelt sich der Spieler via Mausklick durch eine Unzahl legendärer Ungeheuer. Ähnlichkeiten zu Blizzards Hack&Slay-Hit "Diablo" sind weder zufällig noch ungewollt.

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Zwei Geschlechter, ein Aufgabe

Nach einem fulminanten Auftaktvideo startet man das Abenteuer aus einem schlichten Menü heraus. Eine Festlegung auf bestimmte Charakterklassen entfällt zu Spielbeginn. Erst nachdem der Held - beziehungsweise dessen weibliches Pendant - die erste Erfahrungsstufe erreicht hat, sucht man sich spezifische Klassen und Fähigkeiten aus. Zur Ergänzung der Standardangriffe mit Nah- und Fernwaffen sind daraufhin Elementarzauber oder Beschwörungen möglich. Gewonnene Erfahrungspunkte fördern außerdem Grundattribute wie Stärke, Geschicklichkeit oder Intelligenz. Mit der Zeit ergeben sich unterschiedlichste Upgrade- und Kombinationsmöglichkeiten.

Um den Helden in eine antike Kampfmaschine zu verwandeln, braucht es jedoch mehr als trockene Zahlenwerte. Wie in fast allen Rollenspielen werden die Ausrüstungsgegenstände immer mächtiger. Besonders lohnenswert sind Rüstungen und Waffen von erschlagenen Bossgegnern. Spezielle Monstertalismane bringen in Verbindung mit bestimmten Items hilfreiche Boni. Gleiches gilt für seltene Relikte von Göttern und Helden. Für die Zusammensetzungen mehrerer kompatibler Teilstücke vergibt das Programm einen Extrabonus. Gelegentlich kommt es vor, dass nicht alle über den Boden verstreuten Beutestücke hervorgehoben werden, obwohl man die entsprechende Taste gedrückt hält. Zudem haben es die Tüftler um Chefdesigner Brian Sullivan (Age of Empires) versäumt, das Inventar mit einer Platz sparenden Automation auszustatten. Neuer Stauraum entsteht nur mit Hilfe zusätzlicher Taschen oder durch den Verkauf entbehrlicher Fundstücke an Händler.

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