Im Test: Kompaktkamera Nikon Coolpix S6
Fotografieren (Praxis)
Nach intensiver Durchforstung des Menüdschungels sollte das Fotografieren mit der Coolpix S6 zu keinen Problemen bei der Handhabung sorgen. Allerlei technische Hilfen ermöglichen präzise und farbechte Aufnahmen. Im Systemmenü lassen sich die manuellen Einstellungen (ISO:50, 100, 200, 400, Bildqualität: max. Auflösung 2.816 x 2.112 Pixel) vornehmen. Der Weißabgleich reicht von der Automatik über Tageslicht und Kunstlicht bis zur Messwertbestimmung. Leider gibt es keine manuelle Einstellmöglichkeit für die Belichtungszeiten. Das riesige 3,0 Zoll Display bietet auch bei Sonneneinstrahlung gute Sicht auf die Motive und lässt somit einen Sucher nicht vermissen.
Ein besonderes Extra der Nikon S6 sind die zahlreichen kamerainternen Coolpix-Technologien. So erwies sich die D-Lighting-Funktion als überaus sinnvoll. Unterbelichtete und kontrastarme Fotos werden über die D-Lighting-Schnelltaste kopiert und hinsichtlich der Helligkeit und Detailzeichnung überarbeitet. Die Ergebnisse können sich sehen lassen (siehe Testbilder). Auch der Porträt-Autofokus konnte in unserem Test überzeugen. Der Porträt-Fokus erkennt Gesichter und stellt automatisch auf sie scharf. Probleme gibt es, wenn das Gesicht beispielsweise von einer Sonnenbrille verdeckt ist. Gesichter, die sich am Bildrand befanden, wurden allerdings problemlos erkannt und fokussiert. Der Best Shot Selector wählt aus einer Serie von Bildern das schärfste Bild aus. Diese Funktion ist nicht unbedingt als notwendig zu erachten, da bei verwackelten Aufnahmen sowieso eine Warnmeldung auf dem Display erscheint. Als Spielerei kann man die musikuntermalte Diashow "Pictmotion by muvee" bezeichnen. Fünf mehr oder weniger klangvolle Musikstücke dienen als Hintergundmusik für eine selbstgestaltete Diashow.
Fazit
Die Nikon Coolpix S6 zeichnet sich vor allem durch ihre kamerainternen Zusatzfunktionen und ihr Design aus. Sowohl die D-Lighting-Funktion als auch der Porträt-Autofokus sind hervorragende Innovationen. Die Wi-Fi-Technologie für kabellose Datenübertragung ist eine ernstzunehmende Neuerung, allerdings nur für diejenigen interessant, die über kompatible Geräte verfügen. Schwachpunkte sind die verschachtelten Menüfunktionen sowie die schwache Akkuleistung. Zudem ist die Kamera mit einem Preis von circa 400 Euro sehr teuer.
Sehen Sie einige Testbilder und weitere Informationen zur Bildqualität der Nikon Coolpix S6 auf der nächsten Seite.
Nikon Coolpix S6
Das riesige 3,0 Zoll LCD gewährt eine gute Ansicht der Bilder und Motive
Testbilder/Bildqualität
Die Nikon Coolpix S 6 produziert Bilder mit hervorragenden und sehr natürlichen Farben. Die Schärfe im Bild ist durchgehend gut, lediglich die Ergebnisse bei wenig Licht wirkten etwas weich. Hier arbeitet die Rauschunterdrückung wohl ein bisschen zu aggressiv. Die Aufhellfunktion D-Lighting funktioniert bestens, die zwei Testfotos zum D-Lighting zeigen den Erfolg. Die Filmsequenzen der Kamera entsprechen in ihrer Qualität dem aktuellen Standard. Insgesamt erzielt die Nikon S6 sehr gute Bildergebnisse.
Makromodus, ISO auto, Weißabgleich auto - 2.816 x 2.112
Makromodus, ISO auto, Weißabgleich auto - 2.816 x 2.112
Automatik, ISO auto, Aufhellblitz
2.816 x 2.112
2.816 x 2.112
Automatik, ISO 200, Weißabgleich auto - 2.816 x 2.112
Automatik, ISO 400, Weißabgleich auto - 2.816 x 2.112
Automatik, ISO 50, Weißabgleich auto, D-Lighting-Sample
30 Bilder/Sekunde - 13,8 Megabyte



