Logitech G3 Laser im Test: Kompakte Gamer-Maus
Neues Gerät, altbekannte Software
Beim Spielen mit der G3 tendiert die Wahrscheinlichkeit gegen Null, dass dem Zocker versehentlich die Hand ausrutscht. Dabei zeichnen sich die gummierte rechte, linke und mittlere Maustaste durch eine besonders hohe Griffigkeit aus. Handfläche, Daumen und kleinem Finger gewährt stattdessen angerauter Kunststoff ordentlichen Halt. Auf drei großen Teflon-Füßen gleitet die G3 ausgesprochen leise und leichtgängig übers Mousepad.
Als weniger rutschfest erweisen sich hingegen die hochglänzenden Tasten zur dpi-Regelung sowie an den Seiten. Bei Funktion der beiden Letzteren herrscht ein gewisser Zwiespalt: Einerseits geht die Internet-Navigation durch den sehr geringen Widerstand butterweich von der Hand. Andererseits erhöht es wiederum das Risiko, im hektischen Spielverlauf unbeabsichtigt darauf zu drücken.
Zwar benötigt die G3 eine spezielle Ausgabe der Treiber-Software SetPoint, doch diese unterscheidet sich nicht von denen andere Gamer-Mäuse aus dem Hause Logitech. Das bedeutet einen altbekannten Anblick, im Gegenzug aber kinderleichte Bedienbarkeit. In puncto Einstellmöglichkeiten hat Mitbewerber Razer klar die Nase vorn. Immerhin besteht die Möglichkeit, x- und y-Achse getrennt zu justieren, individuelle dpi-Profile abzurufen und Spiele mit einer vorher festgelegten Maus-Auflösung zu starten.
Im Gegensatz zur Razer Copperhead kann die Abtastrate oder so genannte "Polling Rate" - "Hertz" (Hz) bei Razer, "Reports" bei Logitech - leider nicht verändert werden. Dabei können die 500 Statusabfragen pro Sekunde besonders bei älteren PCs zu Problemen führen, was im Test glücklicherweise ausblieb.
Zocken mit den Fingerspitzen
Wer von einem Razer-Modell auf die Logitech G3 umsteigt, kennt das Gefühl: Im Gegensatz zu den meisten anderen Mäusen liegt die Kontrolle mehr bei den Fingerspitzen als der Handfläche. Mit einem Kampfgewicht von 90 Gramm wiegt die G3 zudem exakt so viel wie eine Razer Copperhead oder Diamondback. Logitech-Kunden im Besitz neuerer Modelle dürfte die ungewohnte Form allerdings eine gewisse Gewöhnungszeit abverlangen. In ergonomischer Hinsicht kann die Logitech G3 nicht mit den Schwester-Modellen G5 und G7 sowie der Razer Copperhead mithalten.
Logitech G3 Laser Mouse im Test
Weitestgehend gilt das auch für die dazwischen liegende Radtaste, die jedoch etwas mehr Widerstand aufbietet, als gegen ungewolltes Drücken notwendig wäre. Dafür punktet das Rädchen mit leiser, sauberer Arbeit und hervorragender Rasterung.
Die beiden wichtigsten Akteure, die linke und rechte Maustaste, agieren so wie man es von einer Gamer-Maus erwarten kann - mit kurzen Wegen, sattem Klicken und präziser Rückmeldung.
Mit dem neuesten Stück Gamer-Hardware G3 bringt Logitech seit Jahren wieder eine Maus mit Fingerspitzengefühl auf den Markt - eine klare Kampfansage an den Klassenkonkurrenten Razer.
Für eine nicht gerade günstige Gamer-Maus zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von knapp 60 Euro wirkt die G3 fast schon auffällig unauffällig.
Obwohl die G3 etwa zweieinhalb Zentimeter kürzer ausfällt als die verspielte Werksverwandtschaft in Form der M518, G5 oder G7, liegt sie unerwartet gut in der Hand. Selbst groß geratene Testerpranken können sie entspannt und ermüdungsfrei übers Mousepad scheuchen.
Mit ihren zwei Seitentasten eignet sich die G3 bedeutend besser zum flotten Vor- und Zurückspringen im Internet-Browser als die teureren Schwester-Modelle G5 und G7, die mit bloß einer Daumentaste daherkommen.
Kennern verrät lediglich die schwarz-silberne, hologramm-artige Oberschale, dass es sich hier um einen Nachkommen der beliebten MX518 handelt. Dank der symmetrischen Form der G3 kommen Links- wie Rechtshänder gleichermaßen gut mit ihr klar.
Links zum Thema
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- Vergleichstest Gamer-Mäuse: Logitech, Razer & Saitek
- Logitech G7 Laser Mouse im Test
- Logitech G5 Laser Mouse im Test
- Microsoft Laser Mouse 6000 im Test
- Mausvergleich: Razer Copperhead vs. Razer Diamondback
