Ab Sommer auch ein deutschsprachiges Angebot
Myspace: Der Social Network-Riese kommt nach Deutschland
Internet & Netzwelt
86 Millionen Nutzer sind Rupert Murdoch nicht genug: Das Social Network-Angebot Myspace.com will noch in diesem Sommer mehrere Filialen in Europa eröffnen. Auch ein deutschsprachiges Angebot ist geplant.
Als Rupert Murdoch vor rund einem Jahr 580 Millionen Dollar für Myspace.com auf den Tisch legte, schüttelten viele in der Branche den Kopf. So viel Geld für eine so hässliche Webseite? Doch seitdem hat Myspace selbst seine ärgsten Kritiker beeindruckt.
Die Webseite konnte ihre Nutzerzahlen innerhalb eines Jahres mehr als verdoppeln. Derzeit melden sich täglich rund 250.000 neue Nutzer bei Myspace an. All diese Nutzer bringen Myspace rund 30 Milliarden Seitenzugriffe pro Monat ein. In den USA ist Myspace damit beinahe zum meistbesuchten Internet-Angebot geworden. Nur Yahoo.com verzeichnet bisher noch mehr Zugriffe pro Monat.
Social Networking mit Musik
Die Grundidee des Myspace-Angebots ist alles andere als neu: Nutzer können sich dort mit ihren Freunden zusammenschließen und über diese neue Kontakte knüpfen. Angebote wie Friendster und Orkut machten dieses Prinzip vor zwei Jahren unter dem Oberbegriff "Social Networking" populär. Mittlerweile wurden diese jedoch von Myspace locker überrundet.
Ein Grund dafür ist, dass Myspace von Anfang an auf die Einbindung von Musik setzte. Bands können bei Myspace eigene Profile anlegen, virtuelle Fan-Clubs unterhalten und Songs als MP3s zum Download anbieten. Myspace bietet zudem einen integrierten Flash-Player an, mit dem Tracks direkt auf der jeweiligen Seite angehört werden können.
Dazu setzte Myspace früh auf eine Integration des Weblog-Phänomens. Jeder Myspace-Nutzer bekommt automatisch ein eigenes Blog, auf dem er Texte, Fotos und Videos veröffentlichen kann. Die Blogs einzelner Nutzer lassen sich abonnieren, sodass man stets über Aktualisierungen informiert wird.
Neues Berufsprofil: Myspace-Webdesigner
Die wachsende Popularität von Myspace hat dafür gesorgt, dass auch immer mehr Firmen ihre eigenen Profile auf der Webseite unterhalten. Passenderweise gibt es bereits erste Myspace-Promoter, die zum Bewerben eines Produkts oder einer Webseite Freundschaftsbeziehungen aufbauen. Spammer haben zudem damit begonnen, Software zum automatischen Ansammeln riesiger Myspace-Freundeskreise zu verkaufen.
Auch das Umgestalten der Myspace-Webseiten kann sich bezahlt machen. Findige Teenager haben schon früh damit begonnen, die recht hässlichen Einheitsprofile durch individuelle Hintergründe und Layouts aufzupeppen. Nun tauchen immer öfter Stellenanzeigen für Myspace-Designer auf, die Firmen ohne 15-jährige Geeks aus der Patsche helfen sollen.
Wegen Jugendschutz in Schlagzeilen
Mit der wachsenden Popularität der Plattform mehren sich auch Berichte über Pädophile und andere Übeltäter auf Myspace.com. Auch die Veröffentlichung von Morddrohungen ist immer wieder für eine Schlagzeile gut. Erste US-Schulen haben darauf reagiert, indem sie die Myspace-Domain auf Schulcomputern gesperrt haben.
Myspace selbst will dem Phänomen mit kleinen Schritten Herr werden. Die Seite kündigte im Juni an, dass Erwachsende bald nur noch Kontakt mit Jugendlichen aufnehmen dürfen, deren E-Mail-Adresse oder vollen Namen sie kennen. Dazu soll es allen Nutzern in Zukunft möglich sein, nur ihrem Freundeskreis ihr volles Profil anzuzeigen.
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Ich habe ohne myspace so gut wie keine Probleme, aber mindestens eines MIT myspace. Ich kann dort nicht kommentieren, ohne mich anzumelden. Warum soll ich überall noch einen login hinterlassen?
Ohne freie Kommentare kann man soetwas wie myspace nicht ernst nehmen. Es soll wieder eine geschlossene Gesellschaft aufgebaut werden, die anderen dürfen fleissig draussen bleiben.
Ohne Mich!
Stephan
http://umgebungsgedanken.momocat.de/
Ich habe genau ein Problem MIT myspace. Ich kann dort als Nichtmitglied nicht kommentieren. Naja..was solls, da müssen sie eben ohne mich auskommen.
Stephan
http://umgebungsgedanken.momocat.de/
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