Video-Podcast-Freeware: Sehen und gesehen werden

OMN: Videopodcast-Download per P2P

Ziel der Entwickler der Democracy-Plattform ist es, Internetnutzern eine möglichst einfache und kostengünstige Möglichkeit zur Verbreitung eines eigenen TV-Kanal zu gewähren. Mit dem Software-Tool Broadcast Machine können Internetnutzer unkompliziert einen eigenen Kanal starten. Sie müssen lediglich die Links zu den Videos eingeben, die veröffentlicht werden sollen - die erforderlichen RSS-Feeds erstellt die Broadcast Machine automatisch. Dabei können sowohl Dateien von der eigenen Website oder einem bestehenden Blog wie auch Fundstücke bei Videodiensten wie Vimeo oder Ourmedia verlinkt werden.

Um den Datenverkehr und somit die Kosten für die TV-Macher möglichst gering zu halten, können die Dateien bei Democracy TV wahlweise auch über das P2P-Netzwerk Bittorrent verteilt werden: Der Democracy Player fungiert dabei als Client-Software und die ursprünglich hochgeladene Datei als Seed. Neben der Kostenersparnis hat das P2P-Verfahren einen weiteren Vorteil: Bei steigender Nachfrage wächst automatisch die Kapazität, während Download-Server bei zu viel Datei-Abrufen in die Knie gehen können.

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Ebenfalls auf P2P setzt Open Media Network (OMN). Um Videos bei OMN zu veröffentlichen, müssen Internetnutzer lediglich die Adresse des RSS-Feed anmelden. Die OMN-Server laden die Datei dann automatisch nach dem Erscheinen in den Cache: Nutzer können die Datei dann herunterladen und über ein P2P-System weiter verteilen.

Dank Tags werden Internetnutzer auch im OMN-Archiv auf der Suche nach für sie interessanten Video-Podcasts schnell fündig. Neben den Stichwörtern können Nutzer die einzelnen Videos zudem auch mit Kommentaren oder einer Bewertung von null bis fünf Sternen versehen, anhand derer sich gute wie schlechte Kanäle schnell identifizieren lassen.

DRM: Video-Podcasts bald nicht mehr kostenlos?

Bis jetzt sind sämtliche Videos kostenlos - das könnte sich künftig ändern: Die Macher von OMN arbeiten an einem Abrechnungssystem, mit dem Anbieter ein Abonnement eines Kanals oder den Download einzelner Episoden kostenpflichtig machen können. Um zu verhindern, dass die Videos illegal weiterkopiert werden, sollen die Dateien mit einem DRM versehen werden.

Ob Internetnutzer für Video-Podcasts in absehbarer Zeit Geld bezahlen, steht allerdings in den Sternen. In jedem Fall könnte Internetfernsehen wie Rocketboom aber etwas frischen Wind in die TV-Landschaft bringen: Während noch vor Jahren viel Geld und eine Sendelizenz nötig waren, um Fernsehen zu machen, kann dank Democracy Player und Co. nun im Prinzip jeder Internetnutzer einen eigenen, unabhängigen TV-Kanal starten.

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