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Dell XPS M1210 im Test: Schnelles schickes Subnotebook
Preiswertes Mini-Notebook mit Intel Core Duo

von Benjamin Schnitzler Uhr veröffentlicht

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XPS steht bei Dell seit jeher für das Besondere im eher biederen Produktportfolio. Mit dem M1210 rüstet der US-Computerhersteller zum ersten Mal ein kleines Dual-Core-Notebook zum Kampf gegen die Langeweile. Bei netzwelt lesen Sie einen der ersten deutschsprachigen Testberichte.

XPS steht bei Dell seit jeher für das Besondere im eher biederen Produktportfolio. Mit dem M1210 rüstet der US-Computerhersteller zum ersten Mal ein kleines Dual-Core-Notebook zum Kampf gegen die Langeweile. Bei netzwelt lesen Sie einen der ersten deutschsprachigen Testberichte.

Es wird eng für Sony: Zumindest drängt sich dieser Eindruck beim noch zugeklappten XPS M1210 förmlich auf. Denn für so viel Freude am schönen Design ist sonst eher die japanische Konkurrenz bekannt, zuletzt gesehen am federleichten Vaio TX. In der Mitte präsentiert sich der bekannte Firmenschriftzug auf schwarz glänzendem Grund, hübsch mit einem verchromten Ring garniert.

Dell XPS M1210 im TestInhalt

Außen hui, innen naja

Unterhaltung aus dem Häuschen

Mittelprächtige Eingabe

Kleines Format, große Leistung

Leiser Lüfter, lange Laufzeit

Kleiner Flitzer zum günstigen Preis

Datenblatt

Außen hui, innen naja

Obwohl sich der ledern wirkende Deckelbezug als schnöder Kunststoff und sehr anfällig für Fingerabdrücke entpuppt, bildet er einen stimmigen Kontrast zum silbernen Rand weiter unten. Hier darf das obligatorische Drei-Buchstaben-Logo, dass einen Dell-Rechner zum XPS-Modell abstempelt, natürlich nicht fehlen.

Das Display rastet zwar nicht ein, liegt aber dennoch fest auf und lässt sich ohne größere Anstrengungen öffnen. Allerdings sollte die Unterseite dabei besser festgehalten werden, da sonst das ganze Gerät nach oben klappt.

Leider kann der Innenraum dem schicken äußeren Schein nicht standhalten. Zwar zeigt sich dieser von einer durchaus geschmackvollen Seite, doch ein in Chrom eingefasstes Touchpad sowie verchromte Schalter am vorderen Rand machen der sonst ansprechenden Ästhetik einen Strich durch die Rechnung. Einfaches, mattes Schwarz oder Silber hätte höchstwahrscheinlich weit weniger billig ausgesehen.

Für ein Subnotebook mit kleinem Display trägt das XPS M1210 ganz schön dick auf. Zum einen ist es mehr als dreieinhalb Zentimeter hoch, zum anderen wiegt es mit knapp über zwei Kilogramm deutlich mehr als die mobilen Mitbewerber Asus W5600A und Sony Vaio TX2. Lediglich das Alienware Sentia schleppt ähnlich viel mit sich herum.

Dell XPS M1210 im Test

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Dell XPS M1210 im Test

Unterhaltung aus dem Häuschen

Direkt neben dem Einschaltknopf befindet sich ein zweiter kreisrunder Knopf mit einem stilisierten Häuschen - wohl auf den Begriff des Home Entertainments bezogen. Dieser startet die MediaDirect-Software, die das Abspielen von Musik ohne Windows ermöglicht. Zur Steuerung dienen die eben genannten Bedienelemente vor dem Touchpad, sieben an der Zahl. Blaue Beleuchtung sorgt selbst im Dunkeln für gute Lesbarkeit. MediaDirect kann sowohl Videos von Festplatte und Silberscheibe abspielen als auch Musik und Bilder wiedergeben.

Doch leider mangelt es den Lautsprechern an Lautstärke und Klangqualität. Bewegte Bilder werden zwar schön, aber etwas dunkel präsentiert. Sonst gibt das Display für einen tragbaren PC dieser Größenordnung eine gute Figur ab. Besonders zu gefallen wissen die hohe Helligkeit und Schärfe. Die Farben werden zwar strahlend, aber alles andere als kräftig dargestellt. Abstriche müssen hinsichtlich der Blickwinkelabhängigkeit gemacht werden, jedoch deutlich weniger als bei den meisten anderen Subnotebooks.

Besonders die seitlich möglichen Blickwinkel fallen relativ breit aus. Leider neigt der Bildschirm zu starken Spiegelungen, was heutzutage gewiss keine Seltenheit mehr darstellt. Außerdem ist die Ausleuchtung am unteren Rand sichtbar schlechter, bei sehr hellen Bildern sind dunklere Ecken und Wölkchen-Effekte zu erkennen. Schwarz und Weiß gehen mit einem gewissen Grauschleier einher, aber noch in Ordnung. Wie gut Ersteres dargestellt wird, hängt jedoch stark vom jeweiligen Sichtwinkel ab.

Dell XPS M1210 im Test

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Dell XPS M1210 im Test

Mittelprächtige Eingabe

Mindestens ebenso gewöhnungsbedürftig wie die verchromten Innereien ist die leicht glitzernde Lackierung der Tastatur. Sie arbeitet zwar recht leise, aber dennoch relativ laut für ein Notebook-Keyboard, zudem neigen die größeren Tasten zu Klappergeräuschen. Dass sich die Tasten beim Tippen leicht schwammig anfühlen, ist in erster Linie den langen Anschlagswegen zu verdanken, außerdem sitzen sie nicht völlig fest in ihren Halterungen. Dafür stimmen die Druckpunkte und trotz des etwas hohen Widerstands lässt es sich entspannt schreiben.

Mehr präzise als schnell ist das Touchpad zu handhaben. Zwar hat der Finger kaum eine Chance auf der griffigen Oberfläche wegzurutschen, doch dafür bleibt er beim Navigieren auch manchmal hängen. Daneben gefallen die beiden Tasten gefallen mit ihrer angenehm geringen Geräuschentwicklung, könnten jedoch bessere Rückmeldung geben. Denn hier vermissen wir das für eine Maus charakteristische Klick-Gefühl, sprich das kurze, prägnante Einrasten.

Kleines Format, große Leistung

Für ein Notebook mit integriertem Grafikchip bietet das Dell XPS M1210 eine relativ hohe Spieleleistung, aber mit aufwändigen Titeln wie "Half-Life 2" ist es sichtlich überfordert. Was die reine Systemleistung angeht - entscheidend für multimediale Aufgaben wie MP3-Komprimierung sowie Video- und Bildbearbeitung - kann dem XPS M1210 kein anderes Subnotebook das Wasser reichen. Jedenfalls kein von netzwelt getestetes Exemplar und vor allem nicht zu diesem Preis.

Dell XPS M1210 im Test

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Dell XPS M1210 im Test

Leiser Lüfter, lange Laufzeit

Schon der Standardakku ragt knapp einen halben Zentimeter über die Rückseite hinaus, mit dem aufpreispflichtigen Hochleistungsakku werden daraus sogar zwei ganze zwei Zentimeter. Das mag nicht besonders schön aussehen, doch es steigert die Laufleistung des XPS M1210 beträchtlich: Mit satten sieben Stunden übertrumpft es selbst den bisherigen Rekordhalter Sony Vaio TX2 um eine halbe Stunde. Zu bedenken bleibt dabei allerdings, dass dieser dafür mit einem Kilogramm Kampfgewicht weniger auskommt.

Wie alle bisher getesteten Notebooks aus dem Hause Dell beherrscht auch das XPS M1210 die hohe Kunst des Leisetretens. Ganz ohne Lüfter kommt es zwar nicht aus, doch der Propeller schaltet zwischendurch auch einmal ab. Und selbst wenn er beim Tippen anspringt, tut er der Konzentrationsfähigkeit des Schreibers keinen Abbruch. Besser können das nur rein passiv gekühlte Notebooks. Bei starker Belastung dreht der Rotor zwar hörbar, aber niemals wirklich störend.

Kleiner Flitzer zum günstigen Preis

Bisher konnten Subnotebooks in der Regel nicht mit den größeren Modellen mithalten, vor allem was die Kombination von Preis und Leistung angeht. Denn die kleinere Bauweise zog meist auch deutlich höhere Anschaffungskosten nach sich. Mit diesen Nachteilen räumt das Dell XPS M1210 gründlich auf und liefert eine hervorragende Performance zu einem vernünftigen Preis. Punktabzug gibt es allerdings für die recht klobigen Ausmaße sowie den spiegelnden Bildschirm.

Dell XPS M1210 im Test

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Kommentare zu diesem Artikel

XPS steht bei Dell seit jeher für das Besondere im eher biederen Produktportfolio. Mit dem M1210 rüstet der US-Computerhersteller zum ersten Mal ein kleines Dual-Core-Notebook zum Kampf gegen die Langeweile. Bei netzwelt lesen Sie einen der ersten deutschsprachigen Testberichte.

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  • Bentleman schrieb Uhr
    AW: Re: Re: News - Dell XPS M1210...

    Wie siehts denn mit Spielen??? Ich weiß ja nicht ob du auch damit zockst oder nicht. Würde sowas wie Counterstrike Source oder Doom 3 laufen oder ehr nicht??? Oder hält einen allein der kleine Bildschirm von einem Spielchen ab??? CS auf der Basis von Half-Life 1 dürfte laufen, bei HL2 und Doom 3 sehe ich leider schwarz, ersteres ruckelt auf integrierter Grafik schon stark. Mit GeForce Go 7400 sollte es zumindest einigermaßen laufen. Siehe auch hier zum Vergleich: http://www.netzwelt.de/news/73677_3-sony-vaio-fe-im-test.html#a4.
  • ztul schrieb Uhr
    AW: Re: Re: News - Dell XPS M1210...

    also ich habe es nun seit einer woche, und es ist absolut geil :-) Wenn du's hast hätte ich da eine Frage: Wie siehts denn mit Spielen??? Ich weiß ja nicht ob du auch damit zockst oder nicht. Würde sowas wie Counterstrike Source oder Doom 3 laufen oder ehr nicht??? Oder hält einen allein der kleine Bildschirm von einem Spielchen ab??? Mfg ztul :wink2: :wink2: :wink2:
  • brilami schrieb Uhr
    Re: Re: News - Dell XPS M1210...

    also ich habe es nun seit einer woche, und es ist absolut geil :-)
  • tk69 schrieb Uhr
    Re: News - Dell XPS M1210 im...

    Naja, ich glaube schick ist was anderes ;-) Sieht nicht gerade wie aus einem Guss aus. Eher etwas zerpflückt und klobig. Aber ist nur meine Meinung...

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Dell XPS M1210 im Test: Schnelles schickes Subnotebook
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XPS steht bei Dell seit jeher für das Besondere im eher biederen Produktportfolio. Mit dem M1210 rüstet der US-Computerhersteller zum ersten Mal ein kleines Dual-Core-Notebook zum Kampf gegen die Langeweile. Bei netzwelt lesen Sie einen der ersten deutschsprachigen Testberichte.
http://www.netzwelt.de/news/74265-dell-xps-m1210-test-schnelles-schickes-subnotebook.html
2006-06-24 12:33:00
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