Verkehrte Netzwelt: Verdammt, ich will nicht ...!
Erklärungsnot selbst bei gestandenen Eltern
Und dann gibt's da noch "Peter Enis". Vermutlich ist der verheiratet mit Viola Agina oder Frederike Otze, so als kurzer Beitrag zum Thema Wortwitz. So oder so sind schon die Mails verheißungsvoll: "Einen krankeren Perversling habt Ihr bestimmt noch nicht erlebt!" Das trifft dann auch ziemlich genau den Inhalt der verlinkten Seite. Hier werden die Gespielinnen fäkal gefoltert und "blutjunge Teenies brutalst erniedrigt!" Herr Enis behauptet, von sich, "unschuldige Dinger in übelst durchgefi**te Superschlampen" zu verwandeln. Und was er mit seinem "fetten Prügel" macht, muss hier nicht weiter erwähnt werden. Da schaudert es nicht nur Verfechter der Blümchen-Liebe.
Doch auch aufgeschlossenere Charaktere fragen sich, was dieser Sex-Spam soll und vor allen Dingen, wer solche Dinge konsumiert. Der Schmuddelsex-Spam kommt, wie bei Spam üblich, aus dunklen, kaum verfolgbaren Quellen. Dabei scheint es Peter Enis und Konsorten, ebenfalls Spam-typisch, ziemlich egal zu sein, welche Kunden er heranzieht. Derartige Spam-Nachrichten landen täglich auf allen E-Mail-Konten und es ist überaus wahrscheinlich, dass sie auch bei Frauen und Kindern landen.
Gerade bei Kindern und Halbwüchsigen kann der Blick auf die "kostenlosen Touren" gewisse sexuelle Verwirrung auslösen. Ist es normal, dass sich die Leute beim Liebemachen gegenseitig anpinkeln? "Mama, Mama, guck mal, was mir Peter Enis geschickt hat..." Wenn diese Worte vom achtjährigen Söhnchen kommen, geraten selbst gestandene Eltern in die Erklärungsnot. Ältere Kinder und Teenager hingegen werden gar nicht ihre Eltern fragen, sondern diese Form der sexuellen Prägung einfach auf sich wirken lassen.
Sender not available
Der Sex-Spam zeigt, wie wichtig es ist, dass Eltern ihren minderjährigen Nachwuchs nicht allein ins Netz lassen. Spam-Nachrichten mogeln sich immer wieder durch, darauf sind sie getrimmt. Deshalb ist es sogar gefährlich für den moralisch-ethischen Werdegang der Sprösslinge, wenn sie allein vor dem Mail-Programm sitzen. Verfolgbar sind die Spammer selten, meist kommen die Mails getarnt über Spam-Relais oder Zombie-Rechner. Kaum eine Chance, diesen Spammern etwas nachzuweisen. Verantwortlich sind jedoch nach Angaben im Antispam-Forum einige niederländische Pornografen, die sich jedoch über auf diversen Pazifik-Inseln angemeldete Domains tarnen und so vor Zugriff schützen.
So oder so, liebe Spammer, wäre ich Euch echt dankbar, wenn Ihr mir nicht ständig diese ganzen "sexgeilen Schlampen" vor die Nase hängen würdet. Nicht, dass diese Damen sonderlich attraktiv oder gar erotisch wären, zumal ich ohnehin nicht vor hatte, für Liebe zu bezahlen. Aber es nervt. Vor allem, weil nicht jeder weiß, dass Spam-Mails auch unerwünscht zugestellt werden. Da kann aus der lieben Freundin schnell ein sexgei... nein: feuerspuckender Drache werden. Ärgerlich, das! Aber eins schwör' ich Euch, liebe Spammer: Wenn ich einen von Euch erwische, könnt Ihr im Gefängnis alles nachspielen, was ihr mit Euren Seiten und Mails anbietet. Allerdings nicht mit "immergeilen Ludern", sondern mit Walter, dem dicken, haarigen Kerl aus Block B...
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Links zum Thema
- Antispam-Forum
- Microsoft verklagt Spam-Terroristen
- Spammer aufgepasst: Internet-Nutzer stumpfen ab
- Selbstjustiz: Spam-Opfer schießen zurück
