Musik in bis zu 32 Räumen hören, verteilen, steuern.
Rock im Garten, Samba im Flur: Multi-Room-Systeme von Sonos im Test
Format-Frage: Keine DRM-Unterstützung
Sonos hält die Player dank Firmware-Update ständig auf dem Laufenden. Um in den Genuss eines solchen zu gelangen, verlangt der Hersteller nach einer Produkt-Registrierung. Derzeit werden die Musik-Formate MP3, WMA, AAC (MPEG4), Ogg Vorbis, Audible AA (Format 4), Flac, WAV und AIFF unterstützt. Mit kopiergeschützten DRM-Inhalten kann das System nicht umgehen, was vor allem den zahlreichen Nutzern von Online-Musikläden bitter aufstoßen dürfte. Beide Systeme sind reine Musikmacher. Mit Filmdaten kommen sie daher nicht klar.
Bedienung in der Praxis: Kinderleicht und logisch
Die Steuerung mit der Fernbedienung ist kinderleicht. Ein konsequent logisch strukturiertes Menü macht ein Blick in die Dokumentation fast überflüssig. Mit Hilfe einer Extra-Taste gelangt man aus jedem Bildschirm eine Ansicht zurück. In die Tiefe führen die drei kontextabhängigen Drücker unterhalb des Displays.
Die ausgewählten Beschallungs-Zonen erscheinen als kleines Symbol im oberen Rand. Dort erfährt der Nutzer auch den aktuellen Ladestand des Akkus sowie die Signalqualität des Netzwerkes. Die Empfangsqualität ist natürlich abhängig von verschiedenen Faktoren. In unserem Redaktionsgebäude hatten wir selbst über mehrere Stockwerke hinweg keinerlei Störungen. Bricht die Verbindung völlig ab, dauert es nur ein paar Sekunden, bis das System wieder einsatzbereit ist.
Das Bildschirm-Menü reagiert teilweise träge auf Eingaben und auch das Drehrad ist nicht ganz so fix wie das Apple-Vorbild. Dafür wird Musik nahezu ohne Verzögerung sofort wiedergegeben. Der Bewegungs-Sensor sorgt für ein sofortiges Aufwachen der Einheit aus dem Ruhe-Zustand. Allerdings reagiert dieser so extrem feinfühlig, dass sich die Beleuchtung auch schon einmal bei vorbeifahrenden Autos aktiviert. Zum Glück lässt sich dieser Sensor im Menü auch komplett lahmlegen.
Der Klang: Genug Reserven
Sowohl der aktiv verstärkte ZP100 als auch das günstigere, passive System ZP80 laufen mit einem sehr ausgewogenen Klang auf. Die Klang-Qualität des ZP100 hat in jedem Fall genug Reserven, um ein Heimkino-System vollständig zu ersetzen. Vor allem, wenn man von der Möglichkeit Gebrauch macht, einen Subwoofer anzuschließen. Er ist in etwa vergleichbar mit dem ebenfalls von uns getesteten Netzwerk-Player Roku Soundbridge. Im Gegensatz zu dieser kann das Sonos-System aber mit einer kräftigeren Bass-Wiedergabe punkten.
Im Vergleich zum günstigeren ZP80 bietet die hier gezeigte Rückseite des ZP100 mehr Anschlussmöglichkeiten.Doch auch der kleinere ZP80 überzeugt durch einen sauberen Sound, vorausgesetzt, es kommt ein hochwertiges Boxen-Paar zum Einsatz. Mit den SP100 getauften Lautsprechern hat Sonos auch ein eigenes Paar im Programm - Kostenpunkt 200 Euro.
Fazit: Teuer, aber preiswert
Sowohl das ZP100 als auch das günstigere ZP80 sind für audiophile Menschen die lieber Musik hören, statt Netzwerkverbindungen zu überprüfen, die erste Wahl. Verarbeitung, Handhabung, Qualität - hier stimmt alles. Klar, dass sich Sonos den betriebenen Aufwand fürstlich vergüten lässt. Betrachten Sie daher das Set als eine Art Investition in die Zukunft.
Denn Erstens sind solche Multi-Room-Systeme meist noch wesentlich teurer. Und zweitens lässt sich keines von ihnen mit so wenig Aufwand erweitern. Stecker rein und zwei Tasten gedrückt, und ein weiterer Raum wird mit Musik gefüllt. Fazit: Uneingeschränkt empfehlenswert.
Seite « | 1 | 2 | 3 | 4- Seite 1: Inhalt
- Seite 2: Die Fernbedienung: CR100
- Seite 3: Das Setup: Einfach wie nie
- Seite 4: Format-Frage: Keine DRM-Unterstützung
Das könnte Sie auch interessieren
- Sonos: Neue Netzwerk-Player mit Reichweitenboost
- Sonos S5: Webradio per iPhone oder iPod steuern
- Sonos Soundsysteme: Apple iPhone als Fernbedienung
- Download: BeoPlayer
- Download: TextOn9
Links zum Thema
Jetzt sind Sie dran: Trackbacks und Re-Tweets
Trackbacks
Schreiben Sie in Ihrem Blog über diesen Artikel und Sie erscheinen mit Ihrem Blog-Eintrag hier...
Re-Tweets
... oder Sie twittern über diesen Artikel und verewigen sich mit Ihrem Profilbild, hier



