Rock im Garten, Samba im Flur: Multi-Room-Systeme von Sonos im Test
Die Fernbedienung: CR100
Mit einer Größe von 26 x 21 x 11,3 Zentimetern und einem Gewicht von 4,5 Kilogramm ist er deutlich sperriger und schwerer als der kleinere ZP80. Dafür finden wir auf der Rückseite gleich vier Ethernet-Zugänge, einen Line-In-Eingang für externe Quellen wie MP3- oder CD-Player und hochwertige Anschlussklemmen für ein Paar Lautsprecher.
Für die Steuerung der Anlage ist die Fernbedienung CR100 für beide Modelle erforderlich. Die taschenbuchgroße Einheit (16,5 x 9,7 x 2,45) liegt mit 360 Gramm recht satt in den Händen und stellt gleich auf den ersten Blick die optische Verbindung zum MP3-Player-Kassenschlager iPod von Apple her. Auf der rechten Seite nämlich befindet sich ein Bedien-Rad, welches dem Clickwheel verdächtig ähnlich sieht. Auch die weiß-graue Farbgebung lässt eigentlich nur den Apple-Schriftzug vermissen.
Neben dem Clickwheel ist das zentrale Farb-LCD Blickfang. Auf einer 3,5 Zoll großen Anzeige werden im laufenden Betrieb Infos und Album-Cover mit einer Auflösung von 240 x 320 Pixeln dargestellt. Drei Tasten unterhalb des Bildschirmes führen kontextabhängig durch die Menüs; neun weitere, hintergrundbeleuchtete Drücker decken die Grundfunktionen ab. Dank eines Bewegungs-Sensors schaltet sich die Anzeige automatisch ein, sobald der Controller bewegt wird. Auch die Helligkeit wird mit Zuhilfenahme eines Lichtsensors automatisch geregelt.
Das erste Problem: Der Akku der Fernbedienung
Ein dicker Nachteil am Controller ist dessen Energieversorgung. Fest installiert, stillt ein Lithium-Ionen-Akku den Stromdurst. Laut Sonos mindestens fünf Jahre lang. Danach wird es ärgerlich. Da der Akku nicht vom Nutzer austauschbar ist, und sich das gesamte System im Falle eines Ausfalles nicht mehr nutzen lässt, hilft nur die Neuanschaffung der mit 459 Euro nicht gerade zum Schnäppchenpreis feilgebotenen Einheit.
In unserem Test war vom ehemal vollen Akku-Balken nach einem Tag recht intensivem Nutzen bereits nur noch ein Rest-Viertel übrig. Vor dem endgültigen Strom-Tod warnt eine rote Status-LED, wenn es richtig eng wird ein zusätzliches Pop-Up-Fenster. Für diesen Test stellte uns Sonos die aufpreispflichtige Docking-Station CC100 (59 Euro) zu Verfügung. Ein empfehlenswertes Zubehör, kann die Fernbedienung doch nach Gebrauch dort gleichzeitig mit frischem Strom versorgt werden.

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