Der Digicam auf die Sprünge helfen

Digitalkamera-Technik: Auslöseverzögerung

Mal schnell ein Foto machen ist bei vielen Digitalkameras leichter gesagt als getan. Der Auslöser ist gedrückt, aber nichts passiert. Erst nach einigen Sekunden macht es endlich Klick und das Foto ist im Kasten. "Auslöseverzögerung" nennt sich das Phänomen, das ausdauernd versucht, die schönsten Fotosituationen zu vereiteln. Was dahinter steckt und wie spontane Aufnahmen trotzdem gelingen, lesen Sie hier.

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Digitalkameras sind praktisch und mittlerweile auch nicht mehr wirklich teuer. Aber gerade Kompaktdigis aus den unteren Preisregionen gönnen sich gerne mehr oder weniger lange Pausen beim Versuch, ein Foto zu machen. Das ist nervig und verhindert die schönsten Bilder. Um zu verstehen, was hinter diesem Problem steht, ist ein wenig Theorie nötig. Es ist aber wirklich nur ein wenig Theorie - versprochen.

Was dahinter steckt

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Der Auslösevorgang beim Fotografieren mit einer Digitalkamera kann in zwei Phasen eingeteilt werden: das Fokussieren und die eigentliche Belichtung des Sensors. "Fokussieren" bezeichnet das Scharfstellen des Bildes und ist das eigentliche Problem beim Auslösen. Denn die Kameraautomatik gibt das Bild erst nach erfolgreich eingestellter Schärfe für die Belichtung frei. Je nach Kameramodell und anvisiertem Objekt dauert das Fokussieren recht lange und die Kamera löst verzögert aus. Die Aufnahme des Fotos wird erst eingeleitet, nachdem die für die Belichtung relevanten Daten (Blende, ISO und Verschlusszeit) ermittelt sind. Hier entsteht eine weitere Verzögerung, wenn die Kamera die Werte nur langsam berechnen kann.

Die Kamera reagiert viel zu langsam: das Eichhörnchen ist längst auf dem Weg aus dem Bild heraus. Die Auslöseverzögerung einer Digitalkamera lässt den Fotografen so manches Mal verzweifeln.

Die Auslöseverzögerung wird gerne vom Hersteller als sehr kleiner Wert, zum Beispiel 0,006 Sekunden, angegeben. Dieser Wert steht in der Regel nur für die Auslösezeit bei einem fertig fokussierten Bild. Die Zeit, die der Autofokus für das Scharfstellen benötigt, muss jedoch auch beachtet werden, wenn spontane Fotos mit der Kamera möglich sein sollen. Die Autofokusgeschwindigkeit sollte vor dem Kamerakauf getestet werden. Dazu das Gerät vorführen lassen oder selbst einmal ausprobieren. Der Auslöseknopf an der Kamera hat zwei Druckpunkte. Im ersten Druckpunkt stellt die Kamera das Bild scharf. Bei erfolgter Scharfstellung ertönt ein Signal, oder ein grünes Lämpchen leuchtet am Sucher oder im Display auf. Die Zeit vom Betätigen des Auslösers bis hin zur Signalgebung ist die Autofokuszeit. Danach kann der Auslöser voll durch gedrückt werden und die Kamera macht die Aufnahme.



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