Google Earth Beta 4: Neue Version, neue Bilder und neue Faszination
33 Prozent Abdeckung
Gut ein Drittel des blauen Planeten ist mittlerweile in der GE-Datenbank hochauflösend abgelegt, zumindest wenn die Weltmeere ncht mitgerechnet werden. Das ist gut und bringt einen erhöhten Spaßfaktor, denn nun ist nahezu jede große Stadt der Welt gut abgelichtet. Weltreisen werden zum Kinderspiel: vom Kölner Dom direkt zum Kreml und dem Roten Platz, dann weiter nach Taiwan, wo es neue Bilder zu entdecken gibt. Runter, vorbei an Thailand, nach Australien und von dort nach Amerika, wo es nach wie vor am meisten zu entdecken gibt. In Südamerika und der Karibik wurden weitere hochauflösende Bilder eingepflegt.
Gute oder schlechte Auflösung
Schon seit der ersten Version von GE streiten sich die Nutzer um die Qualität der Bilder. Dem einen sind sie nicht gut genug, den anderen stört es, dass sie nicht flächendeckend die gleiche Auflösung besitzen. Oft sind Beschwerden über das Alter der Bilder zu hören. Wichtig ist jedoch nur, dass Google den Service kostenfrei zur Verfügung stellt, sich aber trotzdem immer weiter darum bemüht, den Datenbestand zu erweitern. Auf dem folgen Bild ist Tokio abgelichtet, darauf ist zu sehen, wie verschieden die Auflösungen von GE sind. Die Aufnahme ganz rechts stammt vom Blue Marble Satellit, in der Mitte ist ein hochaufgelöster Fleck zu erkennen.
Begonnen hat alles mit einer Bildatenbank eines Satelliten mit dem Namen Blue Marble. Diese Bilder gibt es flächendeckend für den ganzen Planeten. Sie haben eine Auflösung von fünfzehn Metern pro Pixel, darauf sind noch nicht einmal Häuser deutlich zu erkennen. Darüber hinaus wurden die meisten großen Städte der Welt mit so genannten Digital Ortho-Satelliten abgelichtet, die schon um einiges schärfere Bilder liefern. Bei diesen Bildern misst jeder Pixel schon deutlich unter einem Meter. Darauf können Autos unterschieden werden und in Bereichen mit besonders guter Auflösung sind auch Menschen deutlich zu erkennen.
GE4
Im American Airlines Center kämpft in diesen Tagen Dirk Nowitzki um seinen ersten Meistertitel in der NBA
Ein Löwe in Übergröße, aber auch das wird England in der WM nicht helfen können
Roter Platz und Kreml aus dem All. Da fühlt man sich glatt wie ein Amerikaner im kalten Krieg
Aus Taiwan gibt es neue Bilder. Viele Grüße an unseren netzwelt-Korrespondenten Tobi
Es ist viel Arbeit eine Datenbank mit Satellitenfotos für ein ganzes Land anzulegen
Generalupdate für Deutschland schon im Mai
Deutschland hat schon vor einigen Monaten ein heimliches Update erhalten. Dabei wurde die Datenbank mit Luftbildern erweitert anstatt mit Satellitenfotos. Luftbilder werden aus dem Flugzeug aufgenommen, somit ist die Entfernung zwischen Kamera und Motiv deutlich kleiner. So erreichen die Bilder für ganz Deutschland die Qualität sehr guter Satellitenaufnahmen. Deutschland ist dadurch fast zu 90 Prozent mit hochauflösenden Bildern abgedeckt.
Die ganze Welt auf einem Foto
Obwohl sich Google größte Mühe gibt, möglichst aktuelle und gute Bilder zu bekommen, verblassen die Stimmen der Kritiker nicht. Zu alt, zu schlecht seien die Bilder, doch diese Argumente sind unfair. Im folgenden Bild ist zu erkennen, wie viel Arbeit in der Ablichtung unseres Planeten steckt. Die vertikal verlaufenden Streifen zeigen die Breite des Bereichs, den ein Satellit abfilmen kann. Die Erde kann eben nicht auf einem einzigen Foto eingefangen werden.



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Das Ruhrgebiet wurde höher aufgelöst. Aber so viel mehr sehe ich auch wieder nicht