Wenn sich der Browser in Word versteckt

Ghostzilla: Surfen ohne neugierige Blicke

Browsen im geöffneten Word-Fenster

Ghostzilla, das ist ein Browser, der sich in anderen Anwendungen versteckt. Auf den erste Blick klingt das seltsam: Warum sollten Word oder Excel als Surf-Terminals missbraucht werden? Die Antwort auf die Frage ist einfach: Browser-Fenster sind in der Task-Leiste erkennbar und lassen sich nicht unbedingt schnell genug wegklicken, wenn plötzlich der heiße Atem des wütenden Chefs die Schulter streift. Der Abwasch ist garantiert und je nach Arbeitsumgebung kann unerlaubtes privates Surfen Abmahnungen oder Kündigungen nach sich ziehen.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Browsen im geöffneten Word-Fenster
  2. 2Versteck' den Browser
  3. 3Browser im Browser
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Genau hier greift Ghostzilla ein. Ein einzelnes Word-Fenster ist geöffnet, darin der Ghostzilla-Browser, der die Website als Word-Dokument tarnt. Kein separates Browser-Fenster, keine Adressleiste, die den arbeitsunwilligen Surfer verrät. Stattdessen integriert sich der Browser komplett in der Office-Umgebung und ist bei flüchtigen Blicken kaum erkennbar. Selbst wer genauer hinschaut, erkennt den Browser erst anhand der ins Office-Layout eingefügten Vor-, Zurück- und Reload-Buttons. Dafür muss allerdings ein wirklich eingehender Blick auf das Dokument geworfen werden.

Versteck' den Browser

Die Tarnung wird perfektioniert, indem Ghostzilla das Layout der Website an Office-Dokumente anpasst. Statt bunter Spielereien gibt es reine Text-Ausgabe. Werbebanner und Popups werden gefiltert, Bilder auf Wunsch komplett entfernt oder einfach grau überlegt. Wird die Maus auf das Bild geführt, zeigt Ghostzilla es in Farbe an. Die Tarnung wird dadurch perfekt, dass sich Ghostzilla in sämtliche Office-Programme integrieren kann. Egal ob Excel, Outlook oder Word.

Und es geht noch sicherer: Über verschiedene Tarnungs-Stufen lässt sich problemlos die Darstellung von Ghostzilla anpassen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann sogar die Navigationsleisten ausblenden. Perfekt wird die Tarnung durch eine Maus-Geste, die den Browser aktiviert und wieder deaktiviert. Ein kleiner Schubs an der Maus und schon liegt wieder ein echtes Word-Dokument auf dem Desktop.

Browser im Browser

Schön ist auch die Funktion, Ghostzilla innerhalb des Internet-Explorers zu verwenden. Wer auf Witze-Seiten abfährt, aber Angst hat, erwischt zu werden, kann einen Browser im Browser aufsetzen. Ghostzilla sorgt dafür, dass der Internet Explorer die Adresse einer zuvor angesurfte, arbeitsrelevante Website anzeigt, zum Beispiel die eines Forschungsinstituts. Im Fenster allerdings wird die eigentliche Website angesurft und kann jederzeit per Maus-Geste entfernt werden. Zudem lässt sich der Browser direkt von CD oder Speicherkarte ausführen, ohne Spuren in Windows zu hinterlassen.

Natürlich funktioniert die Tarnung nur vor dem Chef. Wenn in der IT protokolliert wird, welche Seiten von welchem Rechner aufgerufen werden, funktioniert Ghostzilla wie jeder andere Browser. Denn genau wie dieser ist er an die IP eines Arbeitsplatzes gebunden und muss HTTP-Anfrage abschicken, wenn er eine Seite aufrufen soll. Hier kann die IT angreifen, weshalb die Entwickler auch empfehlen, Ghostzilla nicht zu nutzen, um Porno-Websites zu besuchen: "Sie werden mit Sicherheit erwischt!"

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