Polemik gegen den Intel-Umstieg

Verkehrte Netzwelt: Apple, Intel und die Universal Binaries

Ein Architekturwechsel ist schwierig. Egal ob PC-Anwender auf den Mac umsteigen oder eben ein Computerhersteller wie Apple auf PC-Technik: Probleme gibt es immer. Im Fall Apple sollte eine Emulationsumgebung namens "Rosetta" beim Umstieg von den PowerPCs auf Intel-Prozessoren das Schlimmste verhindern. Doch das klappt lange nicht so gut wie erwartet. Ein persönlicher Rückblick auf fünf Monate Intel-Mac.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Prothesen-Weisheiten
  2. 2Wann kommt ein Universal-Photoshop?
  3. 3Prothesen-Weisheiten
  4. 4Kleine Programme funktionieren
  5. 5Unreal Tournament 2004 versöhnt
  6. 6Eingedampft und weggepackt
  7. 7Instabiler Betrieb der Intel-Macs

Es ist ein kalter Wintertag, als der TNT-Mann an die Tür klopft, ein riesiges Paket im Schlepptau. Darin: der neue iMac Core-Duo, "bis zu viermal leistungsfähiger als der iMac G5". Na dann. Das bei Mac-Anwendern beliebte und von der Digitalkamera begleitete Auspack-Zeremoniell umgehe ich gepflegt durch Zerfetzen der Packung. Dieser Rechner soll für die nächsten fünf Jahre mein Desktop sein.

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Prothesen-Weisheiten

Starten, Daten vom alten Powerbook übertragen, alles bestens. Binnen kürzester Zeit ist der iMac betriebsbereit aufgesetzt wie der alte Rechner und das Powerbook als Relikt vergangener Tage bei eBay eingestellt. Und dann sitze ich da. Sitze und sitze. Und weiß nicht so recht, was ich mit der neuen Performance anfangen soll. Das Problem: Es gibt keine passende Software.

Kurz die Finger geknackt und erst einmal einige Stunden die Software auf den neuesten Stand gebracht. Dabei stelle ich fest, dass die Software-Hersteller wenig auf den Intel-Umstieg vorbereitet sind: Nur wenige Share- und Freeware-Programme sind bereits Intel-kompatibel, also im Universal-Binary-Format verfügbar. Als reine PowerPC-Programme laufen sie zwar dennoch auf dem Intel-iMac, allerdings mit der Rosetta-Krücke. Und wie das so ist bei Prothesen: Ein wirklicher Ersatz sind sie nicht. Das war der Stand im Februar.

Wann kommt ein Universal-Photoshop?

Share- und Freeware-Entwickler reagierten schnell auf diesen Notstand. Binnen weniger Wochen ist meine Software-Sammlung wieder komplett, diesmal in Universal Binaries, die sowohl auf PowerPC als auch auf Intel-Prozessoren nativ laufen. Sie haben für beide Prozessoren die nötigen Befehle eingebaut. Wer sich hingegen Zeit lässt, sind all die kommerziellen Anbieter: Egal ob "Command & Conquer" und "Warcraft III" oder Office und Photoshop: Kaum eine der Killer-Applikationen läuft zurzeit, nach immerhin fünf Monaten, nativ auf Intel-Macs.

Was Universal ist, rennt. Software hingegen, die auf die Rosetta-Umgebung angewiesen ist, will nicht so recht. Laut Apple soll Rosetta ja jedes Programm ausführen, was bei MS Office auch recht gut klappt. Nicht so gut ist, dass Spiele abstürzen und Applikationen sich nicht installieren lassen, sogar bis zum Absturz des Gesamtsystems. Das alles wohlgemerkt bei lausiger Performance auf einem Core-Duo mit 1,83 Gigahertz.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Apple iMac hier.

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Beiträgeinsgesamt 5 Beiträge

dachte ich auch immer ;-)

Zitat: Preis/Leistung stimmt doch bei Apple am Besten. Oha, werden da neue Stimmen laut? Sonst wird Apple doch gerne als "zu teuer" abgestempelt, oder irre ich da?

Warum das ewige Gejammer? Wir wollen doch alles Billig! Preis/Leistung stimmt doch bei Apple am Besten. Grüsse

Zitat: Dummerweise verkaufen sich die Intel-Macs wie geschnitten Brot, obwohl Apple offensichtlich mal wieder den User als Beta-Tester verwendet. Welche Firma macht das heutzutage...

Danke für diesen Artikel. Darauf habe ich gewartet und konnten selbstn die großen Mac-News-Seiten nicht liefern. Das mit Photoshop finde ich wirklich sehr ärgerlich. Auch das man gezwungen wird CS3...

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