Googles Tool für Hobby-Architekten
Google SketchUp: Schaffe, schaffe, Häusle baue!
Software
Google gibt Gas: Neben all den bereits bekannten und beliebten Tools wie Picasa, Earth, Maps und Toolbar hat der Suchmaschinen-Monopolist nun einen kostenlosen 3D-Modeller im Programm: Google SketchUp erlaubt es, 3D-Modelle von Häusern zu erstellen. Der Clou: Diese Hütten lassen sich später in Google Earth einbinden. Einem 3D-Modell der eigenen vier Wände steht also nichts im Wege.
Lego für Erwachsene
Google SketchUp erlaubt dem Anwender, kreativ zu werden und dreidimensionale Modelle von beliebigen Objekten zu erschaffen. Dabei müssen es nicht unbedingt nur Häuser sein: Auch Fahrzeuge und Bastelobjekte stellen kein Problem dar. Mit Hilfe von zahlreichen voreingestellten Objekten lassen sich bereits die meisten Haus-Modelle verwirklichen, wer mehr benötigt, kann auch selbst Objekte erstellen - Lego für Erwachsene.
Es muss wohl nicht erwähnt werden, dass sich mit SketchUp auch Schattenwürfe und Texturen erstellen lassen. Die Bedienung erfolgt wie bei jedem anderen 3D-Modeller auch: Es gibt geometrische Formen, dazu diverse vorgegebene Elemente wie Holzbalken oder Fenster. Einen Unterschied zum "echten" 3D-Modeller, zum Beispiel Cinema 3D, gibt es jedoch: Wer auf umfangreiche Funktionen wie Filme, Walkthroughs, einen Bilder-Export oder weitere Export-Formate wert legt, sollte lieber zur Pro-Version für 469 Euro greifen. Damit liegt das Programm jedoch wieder im Bereich aller anderen 3D-Modeller im semi-professionellen Bereich.
Eiffelturm als Antenne
Doch wo ist die Verbindung zu Google? Schließlich hatten bisher alle Google-Programme ein gemeinsames Feature: Sie waren auf eine Verbindung zum Google-Server angewiesen. So auch SketchUp in der kostenlosen Version: Über die neue Funktion "3D-Warehouse" kann jeder Anwender Teile aus dem Web laden oder selbst erstellte Modelle zum Download anbieten. Anhand der eingekauften Modelle kann die Kreativität ausgelebt werden. Das weiße Haus mit Eiffelturm als Antenne? Kein Problem! Brüssels Atomium, umkreist von wild schießenden Raumschiffen? Nicht nur für Science-Fiction-Fans eine Freude.
Die wohl interessanteste Funktion ist jedoch der Export nach Google Earth. Wer sein eigenes Domizil mit SketchUp Free gerendert hat, kann es per Export-Funktion direkt an der richtigen Stelle auf den Karten von Google Earth platzieren. Allerdings nur per Overlay. Die Bilder lassen sich also nicht für alle Anwender sichtbar bei Google Earth platzieren. Doch das muss ja auch nicht sein, die Overlay-Datei lässt sich ja jederzeit an Personen weitergeben, die Interesse daran haben.
Für Mac OS X und Windows
Die kostenlose Version von SketchUp ist für Windows 2000/XP und Mac OS X erhältlich und kann ab sofort auf der Google-Website heruntergeladen werden.
Links zum Artikel
- Celestia: Google Earth, Weltall-Edition
- Google Earth: Terroristen-Hilfe aus dem Weltall?
- Google SketchUp!
- Na endlich: Google Earth auch für Mac OS X
- Test: Google Earth für Mac OS X
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Als Architektur Student hab ich schon seit längerem, mit Sketchup zu tun und finde es schön, dass nun auch der "Normalbürger" mit diesem tollen Programm in Kontakt kommt. 3D Modellieren kann einfacher nicht sein.
Zwar ist der Komplexität von Bauteilen, vorallem im Bereich der Freiformflächen Grenzen gesetzt, aber für alle anderen technischen oder architektonischen Dinge ist Sketchup wirklich spitze. Viel Spaß Euch allen... :-)
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