Wer kann mehr?

Test MacBook vs. iBook: Generationenwechsel

Was lange währt, wird endlich gut: Nach über fünf Jahren löste das Macbook im Mai 2006 das iBook ab. Statt eines PowerPCs ist das Herz der Maschine nun ein Intel Core Duo. Das Macbook soll schneller und hochwertiger sein als der Apple-Veteran iBook. Ist das Macbook wirklich der bessere Rechner oder sollten Interessenten eines Apple-Notebooks besser nach einem iBook im Abverkauf suchen?

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Details - Macbook: Breiterer Bildschirm, breiteres Gehäuse.
Macbook: Breiterer Bildschirm, breiteres Gehäuse.
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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Bauweise und Qualitätsanmutung
  2. 2Der erste Start
  3. 3Grafikkarten-Held
  4. 4Akkulaufzeit und Hitzeentwicklung
  5. 5Netzwerk-Geschwindigkeit und Reichweite
  6. 6Warum noch ein Macbook Pro kaufen?
  7. 7Fazit: Das Macbook ist das bessere iBook
  8. 8Achtung, Serienfehler!

Im Test: Der Emporkömmling, ein schwarzes Macbook mit Intel Core Duo-Prozessor mit zwei Gigahertz, 13,3-Zoll-Display, einem Gigabyte RAM und 80 Gigabyte Festplatte. Der Veteran: Das Zwölf-Zoll-iBook der letzten Baureihe mit einem mit 1,33 Gigahertz getakteten PowerPC G4-Prozessor, einem Gigabyte RAM und 60 Gigabyte Platte. Beide Rechner kommen im schicken Apple-Karton, wobei sofort auffällt, dass der Macbook-Karton wesentlich schlanker ist. Wie schon beim Macbook Pro hat Apple die Verpackung abgespeckt, vermutlich, um die Schlankheit der Macbook- und Macbook-Pro-Reihe hervorzuheben.

Schwarzes Macbook

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Ausstattungsvarianten und Preis

Jetzt noch schnell ein paar Worte zum Preis, dann kann es auch losgehen: Das Macbook kostet in Test-Ausstattung rund 1.600 Euro - ein Preis, den das iBook schon lange nicht mehr hatte. Doch das schwarze Macbook soll auch nicht das iBook ersetzen, sondern das Powerbook G4 mit Zwölf-Zoll-Bildschirm. Das iBook schlägt als Neuware im Abverkauf in dieser Konfiguration mit nicht einmal 900 Euro zu Buche. Zurzeit ist also Schnäppchen-Zeit. Interessant ist, dass das Macbook auch bereits für knapp 1.100 Euro über die Theke geht, dann allerdings in weiß, mit kleinerem Prozessor und weniger Speicher. Damit rückt es dem iBook verdächtig nahe.

Applemacbook


Fans des großen Macbooks mit schwarzem Gehäuse müssen übrigens damit rechnen, 160 Euro zusätzlich zu berappen, nur, damit das Book in schickem Schwarz statt im Consumer-Weiß erstrahlt. Apple hat sich das schwarze Macbook als eine Art Pro-Modell der Consumer-Linie gedacht. Ein identisch konfiguriertes Macbook in weiß kostet bei Apple selbst 160 Euro weniger als das schwarze Modell. Unterschiede in technischer Hinsicht gibt es nicht. Georg Albrecht, Sprecher von Apple, erklärte den Aufpreis gegenüber der netzwelt folgendermaßen: "Exklusivität hat immer ihren Preis." Allerdings stellen sich selbst Apple-Fans die Frage, warum Apple diese "Exklusivität" nur beim Macbook, nicht aber beim iPod eingeführt hat, wo die schwarzen Modelle genauso teuer wie die weißen sind.

Anschlüsse

Beim Auspacken fallen vor allem zwei Dinge auf: Das Macbook kommt sehr puristisch. Außer dem Netzteil, der Front-Row-Fernbedienung und einigen Installations-DVDs und Handbücher ist nichts im Karton zu finden. Beim iBook fehlt zwar mangels Front-Row Media Center die Fernbedienung, dafür liegen Modem-Kabel und VGA-Adapter zum Anschluss des Books an einen externen Monitor bei. Dinge, für die Macbook-Käufer zusätzlich zahlen müssen: Der Monitor-Adapter kostet 19 Euro, wer unbedingt auf das Modem angewiesen ist, muss zudem noch ein Apple-USB-Modem dazu ordern. Kostenpunkt: 55 Euro. Denn das Macbook besitzt anders als das iBook kein eingebautes Modem.

Ansonsten können sich beide Geräte in Sachen Anschlussfähigkeit durchaus messen: Sowohl iBook als auch Macbook kommen mit WLAN, Bluetooth, zwei USB-Ports, Firewire-Anschluss, Ethernet-Buchse, Video- und Audio-Ausgang. Das Macbook besitzt zusätzlich noch einen Line-In-Eingang, der Ethernet-Port arbeitet mit Gigabit, zwei beim iBook lange vermisste Details. Auch der Video-Ausgang wurde beim Macbook aktualisiert: Statt Mini-VGA gibt es nun Mini-DVI. Damit kann das Macbook einen externen Bildschirm nun beliebig ansteuern - beim iBook war ohne Zuhilfenahme von Hacks nur eine Spiegelung der Bildschirme möglich.

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