Internetfernsehen: Was ist, was wird

IPTV: TV-Empfang per DSL-Anschluss

Dank der Fußball-Bundesliga geistert in letzter Zeit der Begriff IPTV durch die Medien - ab der kommenden Saison wird die Telekom in Zusammenarbeit mit Premiere sämtliche Partien über schnelle DSL-Anschlüsse und per Internetprotokoll übertragen. Mit dem Einstieg der Telekom auf den TV-Markt geht der Konkurrenzkampf zwischen Kabelnetzbetreibern und Telekommunikationsunternehmen in die heiße Phase.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Triple Play bei Kabel und DSL: Zwei Anschlüsse - ein Produkt
  2. 2Multicast gleicht Bandbreitennachteil gegenüber dem Kabelnetz aus
  3. 3Nicht ohne schnellen Anschluss: Acht MBit/s sind Pflicht
  4. 4Bandbreitenfresser HDTV: Telekom setzt auf VDSL
  5. 5Set-Top-Box mit Festplatte: Receiver und Rekorder
  6. 6Telekom-Kooperation mit Microsoft sorgt für Ärger
  7. 7DRM: TV-Aufzeichnungen nicht brennbar
  8. 8IPTV bei Hansenet: Annähernd DVD-Qualität
  9. 9Kabel vs. IPTV: Offener Schlagabtausch

Noch bis vor wenigen Jahren herrschte Frieden auf dem Breitbandmarkt in Deutschland: Telekommunikationsunternehmen verkauften Internetanschlüsse und Kabelnetzbetreiber sorgten für TV-Unterhaltung. Doch inzwischen bieten Unternehmen wie Kabel Deutschland, Ish oder Iesy nicht nur Fernsehen, sondern auch Internetzugänge und Telefonanschlüsse aus der TV-Dose an - das so genannte Triple-Play ist Realität.

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Triple Play bei Kabel und DSL: Zwei Anschlüsse - ein Produkt

Im August dieses Jahres will die Deutsche Telekom kontern - wer mag, kann dann über schnelle DSL-Anschlüsse auch Fernsehen empfangen: "Es macht für die Kunden grundsätzlich keinen Unterschied, ob sie ein Triple-Play-Paket bei einem DSL-Provider oder bei einem Kabelnetzbetreiber buchen - trotz der unterschiedlichen Technik ist die Funktionalität praktisch identisch", sagt Klaus Merkel vom Institut für Rundfunktechnik. Dank IPTV konkurriert die Telekom jetzt also mit Kabel Deutschland auf ein und demselbem Geschäftsfeld.

Auch wenn um das Internetfernsehen dank des Bundesliga-Coups der Telekom viel Lärm gemacht wird - eigentlich ist IPTV nichts Neues: Schon heute übertragen deutsche TV-Sender einen Teil oder sogar das komplette Programm per IP-Protokoll, indem sie es als Streaming in das World Wide Web einspeisen.

Im Gegensatz zum konventionellen Streaming, bei dem für jeden Nutzer eine separate Verbindung aufgebaut wird, wird die Telekom die Bundesliga-Partien per Multicast in deutsche Wohnzimmer übertragen: Das Signal wird dabei von zentralen Servern eingespeist und erst in Verteilerkästen ganz in der Nähe der Haushalte dupliziert und an die einzelnen Zuschauer verteilt. So lassen sich auch bei steigenden Zuschauerzahlen TV-Bilder übertragen, ohne dass dafür erweiterte Serverkapazitäten nötig wären wie beim Internetstreaming.

Multicast gleicht Bandbreitennachteil gegenüber dem Kabelnetz aus

Durch das Multicast-Verfahren wird außerdem ein Bandbreitennachteil gegenüber dem Kabelfernsehen ausgeglichen: Über die bei den Telefonanschlüssen verwendeten Kupferdoppeladern können Telekommunikationsunternehmen viel weniger Daten übertragen als über die abgeschrimten Koaxialkabel der Kabelanschlüsse: Selbst mit großem technischen Aufwand sind nur Frequenzen von wenigen Megahertz möglich. Weil die Bandbreite somit sehr beschränkt ist, werden selbst mit fortschrittlichen Standards wie VDSL nur Übertragungsraten von rund 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) erreicht - über das TV-Kabel werden dagegen derzeit rund zwei Gigabit pro Sekunde übertragen.

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Beiträgeinsgesamt 5 Beiträge

Zitat: Ja das liebe DRM bei TV-Sendern... Ich hoffe das "wir" auch in Zukunft immer wieder neue Wege finden diesen Schwachsinn zu umgehen. Wie Chris schon sagte: Auf VHS & Co. kann man doch auch...

Zitat: Man kann doch sogar jetzt noch auf Kassetten aufhehmen,warum dann nicht mehr auf Festplatte oder DVD? Der Einsatz eines DRM bei IPTV bedeutet ja nicht grundsätzlich, dass man...

Ja das liebe DRM bei TV-Sendern... Ich hoffe das "wir" auch in Zukunft immer wieder neue Wege finden diesen Schwachsinn zu umgehen. Wie Chris schon sagte: Auf VHS & Co. kann man doch auch alles aufnehmen! Was hat die...

Da hat sich wohl der Fehlerteufel eingeschlichen: Danke für die Hinweise, ich habe die Fehler korrigiert.

Dank einer 80 Megabyte großen Festplatte ?Wäre dann wohl e bissl klein die Festplatte,nee??Ein_(!) Ausweitung auf die anderen Gebiete ist... Word bietet doch ne Rechtschreibprüfung nicht umsonst an?!!Aber...

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