Dicke Berliner Luft

Test: Rush for Berlin

Der Begriff "Schnellschuss" erhält durch das jüngste Werk der "Panzers"-Macher neue Bedeutung. Nur wer beim Sturm auf Berlin nicht trödelt, darf militärisch aus den Vollen schöpfen.

Test: Rush for Berlin
Als Adolf H. an einem Tag im Mai seine Kellerwohnung verlässt, ist nichts mehr, wie es einmal war. Für den Diktator gibt es auch in der deutschen Kampagne kein Happy-End

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Wunderwaffen und Prototypen
  2. 2Wodka als Treibstoff
  3. 3Kriegswochenschau in Farbe
  4. 4Panzers auf Speed

Ein Kettenfahrzeug ist kein D-Zug. In "Rush for Berlin" sollten Feldherren trotzdem aufs Gaspedal drücken. Verplempern Russen und Amerikaner bei der Eroberung Nazideutschlands unnötig Zeit, schrumpfen die Ressourcen für anstehende Aufgaben. Schon bei der Zusammenstellung einer Armee kann Zeit gewonnen werden. Die Wahl eines kleinen Verbands beschert qualitativ unterschiedliche Zeitboni. Diese sind geringfügiger, je mehr Infanterie und Fahrzeuge an den Start gehen.

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Sorgen, der Sturm auf Berlin könne in eine wilde Hatz ausarten, sind dennoch unbegründet. Für gewissenhafte Aufklärer, die im Nebel des Krieges nach feindlichen Bunkern und Geschützstellungen stochern, werfen auch erfolgreiche Zusatzmissionen und Feindabschüsse nutzbare Ressourcen ab. Diese werden nach der Eroberung von Kasernen und Fabriken in neue Einheiten umgemünzt. Doch dabei muss es nicht bleiben: Besetzte Bahnhöfe karren zeitweilig Verstärkung heran, eroberte Funkstationen oder Leuchttürme bieten Schützenhilfe durch Artillerie- und Schiffskanonen.

Wunderwaffen und Prototypen

Auf mehr als 20 Missionen bringt es die Einzelspielerkampagne. Russen und Westalliierte machen den Anfang, der Spieler hat außerdem französische Widerstandskämpfer unter seinem Befehl. Die Deutschen kommen in einem fiktiven Szenario ebenfalls zum Zuge. Fiktiv deshalb, weil das (spielbare) Hitlerattentat vom 20. Juli gelingt und der größte Panzer der Militärgeschichte ebenso eingesetzt wird wie der kleinste. Das 188-Tonnen Ungetüm Maus, an keiner Schlacht je beteiligt, rollt Kette an Kette mit dem ferngesteuerten Sprengpanzerchen Goliath. Auch das erste Düsenstrahlflugzeug, die Me 262, bringen die ungarischen Entwickler ins Spiel.

Abgesehen von der individuellen Kriegsmaschinerie unterscheiden sich die Nationen auch durch spezifische Eigenschaften. Die Deutschen sammeln im Felde mehr Erfahrungspunkte, wohingegen Anglo-Amerikaner einen Ressourcenvorsprung genießen und Mütterchen Russland ebenso schnell wie günstig Nachschub produziert. Jede Standardeinheit sammelt durch Feindabschüsse Erfahrungen, was einen Stufenanstieg bewirkt.

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