WW2D: Google Earth-Ableger für alle Systeme zeichnet sich aus

Welche Satelliten sind abrufbar?

Ein weitere bedeutender Unterschied betrifft die Auswahl der Satellitendaten. Bei WW2D bestimmt der Betrachter den Satellit und damit die Bilder, die angezeigt werden. So kann der Anwender ständig zwischen fünf verschiedenen Satelliten wählen. Bilder des Blue Marble Next Generation (500 m/pixel) decken die ganze Welt ab. Die Auflösung dieses Trabanten ist allerdings nicht sehr hoch, ein Kamerapixel entspricht einer Entfernung von 500 Metern. Im Vergleich liefert der LandSat 7 (15 m/pixel) gestochen scharfe Aufnahmen. Die Bilder der USGS Topo Maps (2.4 m/pixel) sind zwar nochmal deutlich schärfer, allerdings handelt sich dabei um gezeichnete Landkarten, die Städte nur schemenhaft wiedergeben.

Richtig scharf mit Ortho

USGS Digital Ortho imagery (1 m/pixel) und USGS Urban Area Ortho (0.25-0.33 m/pixel) sind die beiden Flaggschiffe unter den Erdumrundern. Ersterer erfasst fast alle Städte der Vereinigten Staaten von Amerika, der Urban Area Ortho wurde nur zu ausgewählten Städten geschickt, um sie abzulichten. San Francisco und Chicago sind dabei am imposantesten anzusehen. Bei allen Satelliten handelt es sich um alte Bekannte, denn auch GE und NWW verwenden Daten dieser Satelliten.

Blue Marble Next Generation (500 m/pixel) Landsat7 (15 m/pixel) USGS Topo Maps (2.4 m/pixel) USGS Digital Ortho imagery (1 m/pixel) USGS Urban Area Ortho (0.25-0.33 m/pixel)

marblek 1149602235

landsatk 1149602235

topok 1149602235

digitalk 1149602235

urbank 1149602301

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Im obigen Vergleich sehen Sie fünfmal dieselbe Stelle, aufgenommen durch die verschiedenen Satelliten. Klicken Sie auf ein Bild, um es in Originalgröße darstellen zu lassen.

Satellitensteuerung

Die Steuerung darüber, welche Satellitenbilder gerade angezeigt werden, übernimmt eine externe Konsole, die über das einzige Menü von WW2D eingeschaltet wird. Oben rechts befinden sich vier Knöpfe, über den ganz links gelangen Sie ins "Layer Menü". Dort lassen sich die Bilddaten der einzelnen Satelliten ein- und aussschalten. Dazu reicht ein Rechtsklick auf das entsprechende Kästchen. Welcher Satellit für welche Orte Bilddaten bereithält, lässt sich nur durch Ausprobieren herausfinden. Eine Liste der Städte, die mit dem USGS Urban Area Ortho-Satellit aufgenommen wurden, gibt es hier.

Add-ons

Auf der offiziellen Webseite des Projekts entsteht eine Datenbank mit verschiedensten Add-ons für das junge Programm. Noch sind es nur einige wenige, doch auch zu diesem Programm gibt es schon eine kleine Community, die ständig neue Add-ons programmiert. Unter anderem existieren auch schon Erweiterungen, die Mond und Mars aus der Vogelperspektive zeigen. Weitere innovative Add-ons werden sicher bald folgen.

Fazit

WW2D ist eine gelungene Alternative zu Google Earth und Nasa World Wind. Die Umsetzung nach Java hat gut funktioniert. Die Steuerung insgesamt läuft etwas flüssiger ab als bei GE, die Ladezeiten sind hingegen noch nicht ganz auf Google-Niveau, aber trotzdem noch im Rahmen. Der schwächelnde Datentransfer ist aber weitestgehend auf die noch nicht ausgewachsene Infrastruktur zurückzuführen, das Projekt befindet sich ja auch noch in der Entwicklung. Größter Vorteil der Software bleibt es jedoch, dass sie genauso gut auf dem PC wie auch auf einem MAC oder Linux läuft.

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