Untertakten: PC-Tuning mal anders

Holzhammer-Methode

Anschließend erscheint im Treiber-Menü ein zusätzlicher Eintrag. Unter Taktfrequenz-Einstellungen lässt sich nun die Leistung der Grafikkarte für den 3D-Betrieb einstellen, also für Spiele, sowie den 2D-Betrieb, sprich für typische Windows-Anwendungen wie Internet-Browser, Office-Software oder Video-Wiedergabe. Wenn der Treiber bereits eine entsprechende Option bereitstellt, erübrigen sich die eben genannten Schritte. Bei Ati-Treibern ohne Overclocking-Funktion leistet das ATITool hervorragende Dienste.

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Anders als beim Übertakten kann beim Herunterregeln der Frequenz ruhig mit der Holzhammer-Methode vorgegangen werden. Selbst das Halbieren des GPU- und Speichertakts gestaltet sich in der Regel völlig problemlos. Um in Spielen später keine Leistung zu verlieren, sollte sich die Untertaktung zunächst auf den 2D-Betrieb beschränken. Im konkreten Fall konnten wir die Taktfrequenzen sogar von 490 und 650 Megahertz auf gerade einmal 100 und 205 Megahertz herabsenken, ohne dass es bei der Video-Wiedergabe ruckelte oder anderweitige Abstriche in Kauf genommen werden mussten.

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Doch auch beim Untertakten ist irgendwann Schluss. Dann nämlich, wenn die Grafikkarte Bildfehler produziert oder gar den ganzen Rechner zum Absturz bringt. Einen großen Beitrag zum Strom sparenden PC liefert auch die Untertaktung des Prozessors. Neuere Notebooks oder PCs auf AMD- oder Intel-Basis machen es selbst dem Laien sehr leicht, da sie den Takt automatisch der jeweiligen Aufgabe anpassen. Ist der entsprechende Hersteller-Treiber installiert, muss in den Energieoptionen der Windows-Systemsteuerung lediglich das Schema "Tragbar/Laptop" oder "Minimaler Energieverbrauch" gewählt werden.

Geht alles glatt, wird bei einem rechten Mausklick auf das Arbeitsplatz-Symbol unter dem Punkt Eigenschaften ein niedrigerer Takt angezeigt. Das manuelle Über- und Untertakten kann die Energiesparfunktion eines Prozessor aber ganz schön durcheinander bringen und sollte bei Problemen besser abgestellt werden. Bei aufwändigen Spielen oder besonders anspruchsvollen Anwendungen relativiert sich die Stromersparnis allerdings wieder, da der Prozessor dort wieder seine volle Leistung entfaltet.

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