Tutorial: Googlemails Spam-Filter für alle E-Mail-Konten nutzen

Vorsicht vor der Endlosschleife!

Im Beispiel wäre die Haupt-Adresse spam@netzwelt.de, das zweite Mailkonto spamschutz@netzwelt.de, dazwischen arbeitet Googlemail. Natürlich funktioniert das mit jedem beliebigen Anbieter, GMX, Yahoo, MSN, wichtig ist nur, dass die Konten getrennt sind. Sonst ergibt sich später eine Endlosschleife. Eine zweite Mailadresse für das gleiche Konto funktioniert also nicht. Was ebenfalls nicht funktioniert, ist die Weiterleitung mehrerer E-Mail-Konten. Bei der folgenden Methode braucht es für jede Haupt-E-Mail-Adresse ein Googlemail-Konto und ein weiteres Konto beim Anbieter der Haupt-Adresse.

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Die ersten beiden Schritte sind identisch mit der einfachen Methode: Adressbuch importieren, Mails von spam@netzwelt.de auf Googlemail weiterleiten. Der dritte Schritt ist jedoch ein ganz anderer: Das Googlemail-Konto muss die gefilterten Mails an das zweite E-Mail-Konto weiterleiten, damit von dort aus Spam-Filter-resistent geantwortet werden kann. Eine Kopie kann bei der Gelegenheit von Googlemail archiviert werden. Logischerweise muss beim dritten Konto dann als Absender- und Antwort-Adresse die Adresse des Haupt-Kontos eingegeben werden.

Kreisläufe, die Mailserver in die Knie zwingen

Vielleicht fragt sich nun der ein oder andere, wieso Googlemail die gefilterten Nachrichten nicht einfach an das Haupt-Konto zurückgeben kann. Der Grund ist die automatische Weiterleitung: Mails an die Haupt-Adresse gehen zu Googlemail, Googlemail schickt die Mails zurück an die Hauptadresse. Ein Kreislauf, der den besten Mailserver in die Knie zwingen kann. Das ist der Grund, weshalb ein drittes Mailkonto neben der Haupt- und Googlemail-Adresse in diesem Fall Pflicht ist.

Ausgangssituation ist also, dass die E-Mails von spam@netzwelt.de an spamschutz@googlemail weitergeleitet werden. Dort greift der Spam-Filter und die "sauberen Mails" liegen im Posteingang. Nun muss Googlemail so konfiguriert werden, dass es diese Mails an die dritte Mailadresse, spamschutz@netzwelt.de, weiterleitet. Dazu muss diese Adresse in Googlemail angegeben werden: "Weiterleitung und POP" >> "Kopie der eingehenden Nachricht weiterleiten an". Dort muss dann die dritte Mailadresse angegeben werden.

Fazit: Sicher, aber kompliziert

Ab sofort leitet Googlemail jede Nachricht direkt an die dritte Mailadresse weiter. Somit landen alle Mails, die an spam@netzwelt.de gingen, gefiltert mit dem Umweg Googlemail auf dem Konto spamschutz@netzwelt.de. Von hier aus kann dann auf die Mails per Pop3 zugegriffen und geantwortet werden, wahlweise über Web-Interface oder per Mail-Client. Wichtig jedoch: Als Absender- und Antwort-Adresse muss die spam@- statt der spamschutz@-Adresse angegeben werden. Sonst kommen die Mails ohne den Google-Umweg und damit ungefiltert bei spamschutz@netzwelt.de, was die Googlemail-Filter-Strategie ad absurdum führen würde.

Forum

Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 6 Beiträge

*pah* Google sollte lieber mal einen abgehenden SPAM-Filter implementieren, damit nicht so viele SPAMmer sich dort erfolgreich registrieren können. --gandalf.

Hallo, bin kurz vor Weihnachten auf dieses Tutorial gestossen. Das ist genau das, was ich mir vorgestellt habe. Gesagt, getan. Habe mir eine Adresse bei Googlemail zugelegt, eingerichtet und IMAP...

Hallo, die ganze Idee hier läuft ja über POP3/SMTP, wie sieht das ganze aus wenn man es mittels IMAP erledigt? Google hat die Möglichkeit fremde Konten abzurufen, ...

Hallo Vasilios, Deine Idee ist zwar auch ganz nett, aber hat auch einen Nachteil, wenn es um Archivierung geht. Alle Mails die man nun versendet werden nur im E-Mail Clint...

Danke für die Ergänzung.

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