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07.06.2006
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E-Mails stressfrei filtern

Tutorial: Googlemails Spam-Filter für alle E-Mail-Konten nutzen

Sicherheit

Googles E-Mail-Dienst Googlemail bietet viel: Der kostenlose Mail-Account hat mehrere Gigabyte Speicher und macht deshalb auch als Online-Festplatte eine gute Figur. Zudem verfügt Googlemail über einen extrem leistungsfähigen Spam-Filter. Dieser lässt sich auch mit beliebigen anderen E-Mail-Accounts nutzen. Außerdem eignet sich Googlemail perfekt als E-Mail-Archiv. Wie? Das erklärt das folgende Tutorial.

Googlemail besitzt einen mächtigen Spam-Filter: Dank der Integration der Google-Datenbank-Technik ist der Spam-Filter immer auf dem neuesten Stand, ohne vom Benutzer gepflegt werden zu müssen. Die Resultate sind beeindruckend: So wenig Spam wie auf einem typischen Googlemail-Account kommt auf keiner Freemail-Adresse an. Und wenn sich doch einmal unerwünschte Werbepost oder Phishing-Nachrichten durchmogeln, hilft ein schneller Klick auf "Spam melden", um die Mail loszuwerden und gleichzeitig in die Spam-Datenbank von Googlemail aufzunehmen.

Spam-Filter in Googlemail: Einfach, aber effizient

Tausende Nutzer filtern Spam, wodurch Millionen von Spam-Mails in der Google-Datenbank notiert sind. "Natürlich nutzen wir zusätzlich auch die gängigen Methoden der Spam-Filterung", so Stefan Keuchel, Sprecher von Google gegenüber der netzwelt. Bei der Mail-Filterung werden ähnliche Routinen wie bei der Google-Suche eingesetzt. Keuchel: "Googlemail scannt den Inhalt der Mails automatisch nach bekannten Spam-Eigenschaften." Massenmails werden genauso gefiltert wie Viagra und College-Abschlüsse, was hinzu kommt, ist die intelligente Vernetzung der Spam-Filter aller E-Mail-Konten, die bei einer Filterung auf dem Rechner fehlt. "Deshalb wird unser System mit jedem neuen Nutzer zuverlässiger", so Keuchel.

Dieser effiziente Spam-Schutz von Googlemail lässt sich auch für andere Mail-Accounts nutzen, um Spam und Viren auszusortieren. Hier hilft die Integration des Mail-Dienstes für externe E-Mail-Adressen. Drei einfache Schritte sind nötig, im Googlemail als eine Art automatische Spam-Firewall vor den eigentlichen Mail-Account zu schalten. Allerdings bedarf es bei dem anderen Anbieter einer Weiterleitungs-Funktion und, ganz wichtig, mindestens zweier E-Mail-Postfächer, dem alten und dem bei Googlemail.

Möglichkeit 1: Googlemail als Tarn-Adresse

Die Mailadressen im Beispiel lauten: spam@netzwelt.de als Haupt-Mailadresse, spamschutz@googlemail.com als Googlemail-Account. Die E-Mail-Adressen sind natürlich beliebig, wichtig ist nur, dass die Adresse des endgültigen Postfachs geheim bleibt. Von diesem Postfach aus sollen später auch E-Mails verschickt werden, ohne dass die Adresse publik wird, doch dazu später. Denn bevor E-Mails über Googlemail gefiltert werden können, müssen einige Vorbereitungen getroffen werden.

Schritt 1: Vorbereitung der Spam-Filterung

Googlemails Spam-Filter mag leistungsfähiger und treffsicherer als andere Spam-Filter sein. Das bedeutet jedoch nicht, dass er unfehlbar wäre. Um zu verhindern, dass Mails von Freunden und Bekannten wegen eines fehlerhaften Datenbank-Eintrages bei Google im Spam-Filter landen, sollte zuallererst das Adressbuch in Googlemail importiert werden.


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Vasilios
07.06.06 15:39

Wer ein Programm zum Empfangen und Senden von E-Mails nutzt, der kann sich die ganze Sache noch einfacher machen.

Voraussetzungen

Wir nehmen auch wieder zwei Adressen spam@netzwelt.de, als öffentliche Adresse, und spamschutz@googlemail.com, als geheime Adresse.

Vorbereitung

1) Wir tragen beide Adressen in unserem E-Mail Programm ein (falls dies nicht zumindestens für spam@netzwelt.de schon geschehen ist).
2) Für die spam@netzwelt.de tragen wir eine Weiterleitung nach spamschutz@googlemail.com ein (Voraussetzung ist wie im Tutorial natürlich, dass dies möglich ist).
3) Jetzt stellen wir in unserem E-Mail Programm ein, dass beim Empfangen der E-Mails das Konto spam@netzwelt.de nicht berücksichtigt wird.
Dies müsste man nicht machen, da in diesem Postfach keine neuen E-Mails sind, es hat allerdings den Vorteil, dass keine Fehlermeldung kommt, wenn man den Zeitraum zwischen zwei Abgleichungen (z.B. bei web.de-Freemail 15 Minuten) unterschreitet und es wird Zeit und Traffic gespart.

Funktionsweise

Die E-Mails an spam@netzwelt.de werden zu spamschutz@googlemail.com weitergeleitet und von dort dann auf den PC geladen. Im E-Mail Programm werden sie so behandelt, als kämen sie direkt von netzwelt.de, also auch Sortierverfahren und die Antwort-Funktion funktionieren wunderbar.

Zum Senden der E-Mails benutzen wir allerdings den netzwelt.de-Server und nicht wie im Tutorial googlemail bzw. eine zweite E-Mail Adresse, d.h. beim Versenden von E-Mails bleibt im E-Mail Programm alles, wie vor der Veränderung.

So können wir den GMail-Spamfilter nutzen (und möglicherweise sogar jederzeit E-Mails empfangen) ohne unsere Gewohnheiten im E-Mail Programm zu ändern, da die Änderungen nur im Hintergrund laufen.


Ich hoffe das ist soweit alles klar und hilft einigen von euch.

Grüße


Tweek
Tweek
08.06.06 09:36

Danke für die Ergänzung.


Unregistriert2009
Unregistriert2009
14.12.09 08:42

Hallo Vasilios,
Deine Idee ist zwar auch ganz nett, aber hat auch einen Nachteil,

wenn es um Archivierung geht.

Alle Mails die man nun versendet werden nur im E-Mail Clint gespeichert,
Google bekommt davon nichts mit.

Alle Gesendete Mails liegen dann nur noch lokal auf dem Rechner,
ein späteres Nachlesen über Google ist nicht mehr möglich.

Gruß
Unregistriert2009


Unregistriert2009IMAP
Unregistriert2009IMAP
14.12.09 08:58

Hallo,

die ganze Idee hier läuft ja über POP3/SMTP,

wie sieht das ganze aus wenn man es mittels IMAP erledigt?

Google hat die Möglichkeit fremde Konten abzurufen,
die würden dann auch mit dem SPAM Filter versehen
und man könnte alles mit seinem Mail Konto @netzwelt.de
erledigen. Vorrausetzung ist IMAP.
Eventuell ein paar Filterregeln entsprechend anpassen.

Hab das nicht getestet, aber eine Überlegung wert dies mal zu versuchen.

Gruß


jst
08.01.10 15:03

Hallo,
bin kurz vor Weihnachten auf dieses Tutorial gestossen. Das ist genau das, was ich mir vorgestellt habe.

Gesagt, getan. Habe mir eine Adresse bei Googlemail zugelegt, eingerichtet und IMAP aktiviert. Meine eigentliche, erste Adresse ist bei GMX. Von der aus ich alle Mails nach Google weiterleite und anschliessend lösche. Nun habe ich mir nach der Anleitung noch eine zweite, unabhängige POP-Adresse bei GMX eingerichtet, die ich dann in Outllok bzw. Evolusion abrufe.
Bis hier hin klappt alles soweit. Googlemail filtert den SPAM raus und bei kommen nur die Guten auf der zweiten Adresse an.

Nun das Problem:
Wenn nun eine Antwort sende erhält diese die zweite Adresse. Ich kann das zwar mit "Auswahl Konto" beeinflussen. Wei kann ich das kontinuierlich einrichten? Oder habeich da irgenwo einen Denk- Verständnissfehler.

Vielen Dank im voraus für ein Paar Tips oder Hinweise.


gandalf94305
gandalf94305
27.02.10 07:13

*pah* Google sollte lieber mal einen abgehenden SPAM-Filter implementieren, damit nicht so viele SPAMmer sich dort erfolgreich registrieren können.

--gandalf.


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