IFPI-Chef kündigt weitere Aktionen gegen P2P-User an
Jagd auf deutsche Filesharer: Kein Ende in Sicht
Der Schreck sitzt noch tief: Nach monatelangen Ermittlungen gab die Staatsanwaltschaft Köln am Dienstag bekannt, dass 3.500 deutsche Filesharer des P2P-Netzes Edonkey identifiziert wurden und mit rechtlichen Konsequenzen rechnen müssen. Statt in den nächsten Monaten die mehreren tausend Fälle zu bearbeiten und die P2P-Gemeinde erst einmal in Frieden zu lassen, kündigte IFPI-Chef John Kennedy bereits weitere Ermittlungen an - diesmal könnte das P2P-Netz BitTorrent in das Fadenkreuz der Ermittler gelangen.
In einem Interview mit Spiegel Online machte John Kennedy klar, dass den deutschen Filesharern keine Atempause gegönnt wird: "Wir wollen, dass das alles aufhört. Wir würden gern sehen, wie die Menschen ihre Musik legal beziehen", so der IFPI-Chef gegenüber dem Online-Magazin. Die deutsche Landsgruppe des Branchenverbandes IFPI hatte den Dienstleister ProMedia beauftragt, der die Behörden technisch bei der Jagd auf die Edonkey-User unterstützte.
Vielleicht noch wichtiger als der Ermittlungserfolg von Staatsanwaltschaft und IFPI war wohl die Pressekonferenz, die am Dienstag in Köln abgehalten wurde. Das Hauptziel - vor allem der Musikindustrie - dürfte nicht gewesen sein, 3.500 Filesharer zu erwischen und mehr oder minder hohe Schadensersatzforderungen zu kassieren. Vielmehr dürfte die Aktion der Abschreckung gedient haben, mit dem Signal: Es kann jeden erwischen - auch deutsche Filesharer. Diese Botschaft gab auch John Kennedy allen P2P-Nutzern mit auf den Weg. "Sieh her, es lohnt sich nicht. Ergreife die Gelegenheit und höre einfach auf damit, bevor es dich erwischt!", so der IFPI-Chef im Spiegel-Interview.
BitTorrent nächstes Ziel?
Was tatsächlich auf die erwischten Filesharer zukommt, bleibt abzuwarten. Sicher ist: Anfang des Jahres gab die Karlsruher Generalstaatsanwaltschaft eine bundesweite Empfehlung an ihre Kollegen zum Thema Strafverfahren gegen Tauschbörsennutzer heraus. Demnach sollen Verfahren, bei denen es um weniger als 100 zum Tausch angebotene Dateien geht, eingestellt werden. Bei 101 bis 500 angebotenen Dateien soll es zu einer Vernehmung kommen.
Den vielleicht milden strafrechtlichen Konsequenzen stehen jedoch die zivilrechtlichen Klagen gegenüber, die mitunter weitaus unangenehmer werden könnten. Hier klagt nicht die Staatsanwaltschaft, sondern die Musikindustrie. Welche straf- und zivilrechtlichen Folgen erwischte Filesharer zu fürchten haben, hat netzwelt im Artikel "Die Filesharing-Razzia aus der Sicht eines Anwalts" einmal zusammengefasst.
Rechtliche Konsequenzen hin oder her - es wird unbequem für deutsche P2P-User. Nachdem das beliebte Edonkey-Netz bereits für eine Abschreckung hinhalten musste, müssen zukünftig auch User anderer Netze, allen voran BitTorrent, ähnliche Aktionen befürchten. "Wir verraten niemals, wen oder was unser nächster Schlag trifft. [...] BitTorrent ist nicht immun", so Kennedy.
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Da dieses Volk derzeit nach allen Regeln der Kunst vom Staat vergewaltigt wird, wäre Deiner Aussage nach Bürgerkrieg die Antwort? Ich empfehle Dir, statt irgendwelcher Hobby-Homepages der Polizei...
Naja, ich habe P2P in der Vergangenheit auch benutzt, allerdings weniger aus Tausch- und Sammelwut, dafür fehlen mir Zeit und Sinn. Aber ich fand es eine gute Alternative, um mal reinzuhören oder reinzuschauen. Und...
Man muss sich das vorstellen.... Ganz Deutschland unter Generalverdacht, ein paar Lobbyisten erklären anhand von völlig schwachsinnigen Zufallszahlen erdachte Verluste in Höhe des zigfachen...
Mannomann....3.500 User....wenn man bedenkt das so ziemlich jeder 3 ( in meinem bekanntenkreis) shared ist das ja ein witz :P vor allen dingen finde ich das sowieo alles irgentwie dumm...die musikindustrie scheffelt...
http://www.kriminalpolizei-nord.de/ lol Stefan Bechtel was glaubst du wie dumm alle sind?