Das fußlahme Taschen-Netz: 1&1 Pocket Web im Test (Update)
Ergonomie und Bedienung
Neue Nachrichten werden automatisch vom Pocket Web abgerufen, ein so genannter Push-Dienst, ähnlich den wesentlich teureren Blackberry-Modellen, macht es möglich. Der Eingang neuer Nachrichten macht sich durch einen Vibrationsalarm bemerkbar. Selbst längere Texte lassen sich mit der Tastatur in ordentlicher Geschwindigkeit verfassen. Selbstverständlich geht dies nicht annähernd so schnell wie mit einer normalen Tastatur von der Hand. Die deutschen Umlaute erscheinen erst nach einem längeren Druck der U-, A- oder O-Taste auf dem sehr schlecht aufgelösten Display.
Dennoch - im Vergleich zur mühsamen T9-Eingabe auf dem Handy ist die Pocket-Web-Tastatur ein Segen. Selbst mit der recht guten Klaviatur des Sharp Zaurus werden Texte nicht schneller verfasst. Alle Drücker geben eine saubere Rückmeldung, zwischen den einzelnen Tasten ist genügend Freiraum. Daher kommt es fast nie vor, dass man aus Versehen gleich zwei Buchstaben auf einmal trifft.
Die Bedienung ohne berührungsempfindlichen Bildschirm ist nicht immer ganz einfach, obwohl der Vier-Wege-Joystick seine Sache im Allgemeinen recht gut macht. Vier weitere Tasten sind um ihn herum gruppiert mit deren Hilfe man, beispielsweise in längeren Textpassagen, zum Zeilen-Anfang oder -Ende springen kann.
Surfen im Internet
Nicht umsonst findet sich das Browser-Symbol im Hauptmenü in zweiter Reihe auf Platz fünf. Als tragbares Internet vermarktet, ist das Pocket Web im Grunde genommen nicht viel mehr als ein immer verfügbarer E-Mail-Account. Quälend langsam bauen sich Internet-Seiten über die GPRS-Verbindung auf.
Richtiges Surfen ist somit kaum möglich. Auf dem farb- und kontrastschwachen Display wird nahezu jede Seite zerstückelt. Auch E-Mails leiden unter den begrenzten Ressourcen. Eingebettete Fotos oder gar Anhänge sind auf der Plastik-Flunder nicht darstellbar.
