Dem Akku auf die Sprünge helfen
Tutorial: Akkus pflegen, aber richtig
Christian Rentrop
Ob iPod oder Notebook, Handy oder Taschenrechner: Kein protables Gerät, das ohne Akkus auskäme. Und das wird auch noch einige Zeit so sein, denn die Alternativen sind knapp: Bis auf Brennstoffzellen taugt kaum eine Form des Energie-Transports für den Einsatz in Notebook und Co. Zu schwer, zu gefährlich, zu teuer oder zu giftig. Gerade deshalb sollte der Akku gepflegt werden. Wie das geht, zeigt das folgende Tutorial.
Inhalt
- Grundlage: Akku-Typ erkennen
- Altersschwach: Der Nickel-Cadmium-Akku
- Die Sache mit dem Memory-Effekt
- Umweltschonendende Frostbeule: Der Nickel-Metallhydrid-Akku
- Pflege fast unmöglich
- Plötzlicher Akku-Tod: Der Lithium-basierte Akku
- Chemische Reaktion
- Probleme bei der Akku-Pflege
- Laden oder nicht laden?
- Sicherheitshinweise
- Explosive Billigware
Eines Tages ist es soweit: Der heiß geliebte Laptop macht schlapp. Früher ließ er sich in ein, zwei Stunden aufladen und war danach die gleiche Zeit oder sogar länger mobil zu benutzen. Doch die Zeiten sind vorbei: Nach zehn Minuten macht der Rechner die Grätsche, der altersschwache Stromspeicher ist am Ende seiner Lebensdauer angelangt und teurer Ersatz muss her. Damit dieser Tag möglichst weit herausgezögert wird, sollte der Akku möglichst gut gepflegt werden. Denn trotz hoher Garantiezeiten am Gerät geben Hersteller auf den mitgelieferten Akku in der Regel nur sechs Monate Garantie, obwohl oft eine Lebensdauer von bis zu 1.000 Ladezyklen versprochen wird.
Es gibt verschiedene Typen von Akkus in mobilen Geräten: Nickel-Metallhydrid- und Lithium-Ionen-Akkus sind die wohl populärsten Varianten. Akkus auf Nickel-Basis nehmen dabei den Platz der ältesten Technik ein, aktuell sind zurzeit Lithium-Ionen-Akkus, die im Moment bereits von Lithium-Polymer-Stromspeichern ersetzt werden. Dabei unterscheiden sich die Akku-Typen nicht nur in ihrer Leistung, sondern auch in Sachen Kapazität und Lebensdauer. Was jedoch am wichtigsten ist: Jeder Akku-Typ muss auf seine ganz spezielle Weise gepflegt werden.
Grundlage: Akku-Typ erkennen
Zuallererst sollte herausgefunden werden, um was für einen Akku-Typen es sich im Gerät handelt. Das ist in der Regel recht einfach. Es gilt, den Akku herauszunehmen und nach einem Aufkleber, Aufdruck oder einer Gravur zu suchen, die eine der folgenden Buchstaben-Kombinationen hat: "Ni-Cd", "Ni-MH", "Li-Ion", "Li-Polymer". Diese bezeichnet das verbaute Stromspeicher-System im Akku. Bei Ni-Cd handelt es sich um die altmodischen Nickel-Cadmium-Zellen, die noch in vielen billigen Akkus vom Discounter zum Einsatz kommen. Ni-MH bezeichnet Nickel-Metallhydrid, bei Li-Ion bei Li-Polymer handelt es sich folgerichtig um Lithium-Ionen- oder Lithium-Polymer-Akkus. Grundlage eines jeden Akkus ist eine chemische Reaktion, die zu einer Leistungsabgabe führt. Vom Typ der Zelle hängt ab, wie der Akku gepflegt werden muss.
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