Apple entreißt das Hacker-Spielzeug
Hacker-Bashing: Apple schließt den Mac OS X-Kernel
Apple schließt den Kern von Mac OS X und reagiert damit auf die Hacking-Angriffe der Vergangenheit, die es möglich machten, Mac OS X auf normaler PC-Hardware auszuführen. Damit ist der Kern von Mac OS X nicht mehr Open Source. Dieser Schritt bedeutet, dass sich Apple einen Schritt weit vom Open Source-Konzept abwendet.
Mac OS X und die Open Source-Bewegung gingen bisher Hand in Hand. Anders als andere Software-Hersteller setzte Apple bei seinem Betriebssystem von Anfang an auf die Kraft der Open Source-Gemeinde. Die Grundlage eines jeden Mac OS X ist ein Open Darwin. Apple lässt das freie Betriebssystem von der Open Source-Gemeinde entwickeln und zieht die besten Neuerungen heraus. Im Gegenzug steuert der Software-Hersteller selbst Code bei und tritt als Moderator bei den offiziellen Releases auf.
Die Abkehr vom Open Source-Konzept
Nun also die Abkehr vom Open Source-Gedanken, wie Macworld UK berichtete. Der Grund liegt auf der Hand: Hacker hatten seit der ersten Ankündigung des Intel-Umstiegs versucht, Mac OS X auf normaler PC-Hardware ans Laufen zu bekommen. Mit zum Teil beachtlichen Ergebnissen. Natürlich sind diese Ambitionen Apple ein Dorn im Auge. Immerhin muss auch die eigene Hardware an den Mann gebracht werden. Da Mac OS X nur auf Macs läuft und nur mit Macs ausgeliefert wird, wird die Entwicklung des Systems über die Rechner-Verkäufe geregelt. Ohne Mac-Verkäufe gibt es also kein Mac OS X. Wodurch sich die OSX-Hacker-Gemeinde im Grunde selbst schädigt.
Ein geschlossener Kernel bedeutet, dass Apple den Sourcecode nicht mehr offenlegt. Die Folge ist, dass auf den Ideenreichtum der Open-Source-Gemeinde teilweise verzichtet wird. Für Anwender allerdings dürfte diese Änderung ohne Folgen bleiben: Apple hätte diese Entscheidung nicht getroffen, wenn es Schwierigkeiten gäbe, Darwin selbst an neue Entwicklungen anzupassen. Insofern ändert sich nur der Umgang mit den Entwicklern. Zudem wird es Hackern erschwert, künftige OS X-Versionen an normale PC-Hardware anzupassen. Und noch ein Vorteil für Apple: Konkurrenten können den Quellcode ebenfalls nicht einsehen. Für Open Source-Fanatiker könnte dieser Schritt jedoch die Abkehr von Apple bedeuten.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Mac OS X hier.

sieht eher nach abripp mit system aus. wo käme man denn hin, enn jeder ein OS nutzen könnte, ohne die völlig überteuerte hrdware zu kaufen?
Zitat: könnte glatt von M$ gewesen sein, aber die werden das bestimmt auch bald so machen... Neee, MS würde nie mit den OpenSource-Verbrechern zusammenarbeiten ;-)
Irgendwie auch nicht ganz die feine englische Art - sich zuerst "kostenlos" ein gutes Betriebssystem mitentwickeln lassen und wenn es dann fast fertig ist, die Luken dicht machen und den dicken Daumen zeigen - könnte...
Mit diesen Schritt dürfte sich Apple was die OpenSource Welt betrifft keinen Gefallen getan haben. Zwar erschwert man so das Installieren von MacOS auf einen normalen PC aber auf der anderen Seite dürfte man so auch...