Robin Dyer von Dolby im Interview: "Die Musik-Industrie sieht noch nicht die Vorteile von Surround"

Robin Dyer von Dolby im Interview: "Die Musik-Industrie sieht noch nicht die Vorteile von Surround"

Dyer: Er ist ein sehr bescheidener Mensch, sehr intelligent und immer auf den Konsumenten, den Menschen hinter den Produkten fokussiert.

netzwelt: Und was hört er für Musik?

Dyer: Ach, so alles mögliche.

netzwelt: Gibt es typische Vorurteile gegenüber Dolby, gegen die Sie in Ihrem Job ankämpfen müssen?

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Dyer: Nein, die gibt es eigentlich nicht.

netzwelt: Dolby Headphone - eine tolle Sache! Glauben Sie, dass in Zukunft mehr Menschen Musik über Kopfhörer hören werden?

Dyer: Dolby Headphone-Technologie kann man mit jedem Kopfhörer verwenden. Jeder, der z.B. Musik über Kopfhörer hört, kann diese Stereo-Quelle in Raumklang hören, stört niemanden um sich herum und vermeidet Ermüdungserscheinungen beim Hören.

netzwelt: Ist es denkbar, dass diese Technik auch in MP3-Playern zum Einsatz kommt?

Dyer: Gut möglich, haltet die Augen offen...

netzwelt: Werfen Sie doch einmal einen Blick in die Zukunft. Wird es in zehn Jahren noch normalen Stereo-Klang zu hören geben?

Dyer: Stereo-Klang ist noch nicht einmal 40 Jahre alt und wir leben immer noch in einer Stereo-dominierten Welt. Fast alle Musik, die wir hören, ist in Stereo, und solange die Musikindustrie die Vorteile des Surround Sound nicht annimmt und umsetzt, wird Stereo weiterhin bleiben.

netzwelt: Was halten Sie für den wichtigsten Schritt in der Dolby-Geschichte, welche Entwicklung für den größten Meilenstein?

Dyer: Dolby Digital, es wurde erst für das Kino entwickelt und dann in Konsumenten-Produkte integriert. Die Technologie hat das Kino revolutioniert und mit der DVD Kinofilme ins Wohnzimmer gebracht.

netzwelt: Wenn Sie aus dem Stegreif eine neue Technologie entwickeln könnten, ganz gleich welcher Art. Wie sähe diese aus?

Dyer: Es wäre eine Technologie, mit der man andere Leute beim Handy-Telefonieren im Zug stören kann.

netzwelt: Ihre größte berufliche Sorge?

Dyer: Sicherzustellen, dass ich unter all den vielen E-Mails, die ich bekomme, die wichtigsten lese.

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