Film ab für 24 Zoll und Luxus-Ausstattung
HD Ready: Dell UltraSharp 2407WFP im Test
Benjamin Schnitzler
Zu den großen Stärken des 24-Zöllers zählt die Blickwinkelabhängigkeit: Das Bild wird bei zunehmenden Abweichungen lediglich etwas matter und bleibt weitgehend farbstabil, erst sehr spät lässt sich ein minimaler Gelbstich blicken. Das ist vor allem dann von Vorteil, wenn sich mehrere Personen zum gemütlichen Videoabend vor dem PC verabreden. Dem steht dank der überaus ansehnlichen Wiedergabequalität des 2407WFP auch nichts im Wege. Für hochauflösende Videos ist er geradezu prädestiniert.
Klötzcheneffekte, so genannte Artefakte, sind bei komprimiertem Bewegtbildmaterial geringerer Qualität durch die Anpassung an die verfügbaren 1.920 x 1.200 Pixel zwar deutlich erkennbar, lösen sich jedoch ab einer Entfernung von etwa eineinhalb Metern in Wohlgefallen auf. Anders als bei Spielen treten hier keinerlei Geistereffekte auf. Schnelle Bewegungen ziehen besonders bei rasanten Autorennen und Strategiespielen sichtbare Schlieren nach sich, was im Grunde nur bei sehr geringem Bildschirmabstand und genauerem Hinsehen unangenehm auffällt.
Gerade beim 3D-Shooter "Quake IV", der aufgrund der dunklen Spielszenarien viel Helligkeit und feine Farbdifferenzierung erfordert, scheint sich der 2407WFP wie in seinem Element zu fühlen. Zudem treten hier rein subjektiv weniger Schlieren auf als beim "Half-Life-2"-Testlauf. Potenzielle Käufer eines Flachbildschirms dieser Größenordnung verfügen in der Regel über einen ausreichend schnellen Rechner, um die hohe Auflösung auch ausreizen zu können.
Sollte die Grafikkarte dennoch schlappmachen, kann getrost auf eine niedrigere Auflösung zurückgegriffen werden. Besonders gut interpoliert der 2407WFP auf Auflösungen von 1.680 x 1.080 und 1.600 x 1.200 Punkten, ab 1.280 x 1.024 muss allerdings ein deutlich stärkeres Treppchen-Aufkommen einkalkuliert werden.
Mit dem UltraSharp 2407WFP hat Dell wieder einmal einen wirklich preiswerten Monitor abgeliefert. Unter preiswert ist an dieser Stelle aber keineswegs billig zu verstehen, denn das ist der 24-Zöller mit einem Kaufpreis von fast 1.130 Euro sicherlich nicht. Die Bildqualität stimmt und Ausstattung sowie Verstellbarkeit sind erstklassig, dafür sind Mechanik und Verarbeitung verbesserungsbedürftig. Der mindestens 200 Euro teurere Eizo FlexScan S2410W bietet zwar weniger Möglichkeiten, bleibt in puncto Bildqualität aber weiterhin unangefochten.
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