150.000 Dollar Schadensersatz pro Song

Music Markt: US-Musikindustrie verklagt Satellitenradio-Anbieter

Die US-Musikindustrievereinigung RIAA hat am Dienstag den Satellitenradio-Anbieter XM Radio verklagt. Die RIAA wirft XM vor, keine Lizenzen für den Betrieb seiner portablen Audioplayer zu besitzen. Die Elektronik-Gerätehersteller sind erbost.

Stein des Anstoßes ist ein etwa iPod-großes Gerät namens Inno, mit dem Abonnenten auf die per Satellit übertragenen XM-Programme zugreifen können. Das Problem: Der Inno-Player erlaubt nicht nur die Live-Wiedergabe von mehr als 170 digitalen Radiokanälen, sondern auch das Abspeichern einzelner Songs und ganzer Sendungen mittels eines ein Gigabyte großen Flash-Speichers. Nutzer können damit laut Herstellerfirma Pioneer bis zu 50 Stunden XM-Radio im AAC Plus-Format aufnehmen.

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XM Radio als iTunes-Konkurrent

Die US-Plattenfirmen argumentieren, dass XM mit diesem Gerät Apple und seinem iTunes Music Store Konkurrenz macht. Folglich hätte die Firma für jeden einzelnen Song Lizenzen erwerben müssen. Das Aufnahmeangebot sei eine "massive gewerbsmäßige Urheberrechtsverletzung", so ein RIAA-Sprecher gegenüber der Presse. Die Musikindustrie verlangt deshalb bis zu 150.000 US-Dollar Schadensersatz für jeden Song, den XM-Nutzer aufgenommen haben.

Deutliche Proteste gegen die Klage gibt es von Seiten der Gerätehersteller. So erklärte die Consumer Electronics Association (CEA), die Plattenfirmen versuchten, Geld von einem erfolgreichen Startup-Unternehmen zu erpressen. "Die Musikindustrie geht wieder einmal vor Gericht, um neue Technologien zu stoppen, existierende Produkte zu beschneiden, Konsumenten zu frustrieren und private Aufnahmen zu verbieten", so CEA-Sprecher Michael Petricone.

Tatsächlich erinnert das Verfahren an eine Klage aus dem Jahr 1998. Damals versuchten die Plattenfirmen, den Vertrieb eines der ersten MP3-Players namens Diamond Rio zu verbieten. Die Industrie scheiterte 1999 mit ihrer Klage und legte damit den Grundstein für den heutigen Erfolg des iPods.

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Beiträgeinsgesamt 1 Beitrag

Jetzt darf man also noch nicht mal mehr vom Radio mitschneiden? Armes Deutsch... ähh Amiland. Na da weiß ich doch, was hier demnächst verboten wird. Vielleicht bekommen wir dann alle Gebührenzähler in die...

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