Apple stellt Low-Cost-MacBook vor
Schwarz, breit, stark, 160 Euro teurer
Ebenfalls ein großer Unterschied zum MacBook Pro ist der fehlende Grafik-Adapter. Das MacBook setzt wie der mac mini auf Intels Chipsatz-Grafikchip GMA950 - von beneidenswerter 3D-Leistung wie noch bei den iBooks kann also keine Rede sein. Apple bewirbt das MacBook allerdings auch als "superschnelles Blog- und Podcasting"-Gerät. Von Spielen ist keine Rede - kein Wunder, denn der Grafikchip lässt doch sehr zu wünschen übrig, was 3D-Leistung angeht.
Dafür sind jedoch andere Details wichtig. Apple hat mit dem MacBook erstmals einem Rechner ein komplett neues Design verpasst. Das Gehäuse wurde 0,7 Zentimeter dünner, das Gewicht mit 2,6 Kilo etwas erhöht. Ans alte iBook erinnert bestenfalls die Farbe, ansonsten ist das MacBook, wie der Name schon sagt, ein kleines MacBook Pro. Die Farbe Schwarz beim Spitzenmodell soll diesen Anspruch unterstreichen, die dunkle Version ist der Ersatz für das 12"-Powerbook. Wohl deshalb ist es auch mit einem satten Aufpreis von 160 Euro gegenüber einem gleich ausgestatteten, weißen MacBook versehen. Das weiße Schwestermodell kostet bei gleicher Ausstattung 1319 Euro, für den schwarzen Panther müssen 1479 Euro auf den Tisch gelegt werden.
Ebenfalls neu: Der leistungsfähige Lithium-Polymer-Akku. Damit hält der Laptop bis zu sechs Stunden durch und macht das MacBook damit in dieser Hinsicht leistungsfähiger als das MacBook Pro. Das hält nämlich nur 4,5 respektive 5,5 Stunden durch. Dafür wurde am Netzteil gespart: Zwar verfügt das MacBook nun ebenfalls über den genialen MagSafe-Stecker als Stromanschluss, doch das Netzteil leistet anders als beim MacBook Pro nur 60 statt 85 Watt, was sich negativ auf die Ladezeiten auswirken dürfte.
Pfui: Spiegelnde Displays
Allerdings gibt es einen dicken Negativ-Punkt auf der ansonsten reichen Ausstattungsliste: Auch Apple wurde nun von der Spiegel-Display-Seuche erfasst. Seit einiger Zeit bauen Notebook-Hersteller so genannte "Hochglanz-Displays" in ihre Rechner ein, die mit einer Glasscheibe geschützt sind. Das Problem: Diese Scheibe spiegelt extrem und dürfte den Gebrauch des MacBooks bei Sonnenlicht nahezu unmöglich machen.
Wie alle Apple-Rechner kommt das MacBook mit einer reichhaltigen Software-Ausstattung: Mac OS X und iLife '06 machen das System sofort einsatzbereit für Podcasting und andere Spielereien. Auch Windows lässt sich mit Hilfe von Boot Camp auf dem MacBook installieren, allerdings wurde das Programm noch nicht mit entsprechenden Treibern versehen. Das allerdings dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein - Zeit, die sich prima nutzen lässt, um die Vorzüge von Mac OS X zu erforschen.






