Test: Sipgate UTStarcom F3000 - Das VoIP-WLAN-Handy für zu Hause
Einrichtung: Kein Kinderspiel
Soviel also zur Erscheinung. Der erste Gesamteindruck: Das UTStarcom F3000 ist ein schönes, modernes Handy. Auf die Handy-üblichen Multimedia-Funktionen kann getrost verzichtet werden, weil das Gerät hauptsächlich als Ersatz für ein Festnetz-Telefon eingesetzt werden dürfte. Insofern kann auf Kamera und Co. verzichtet werden. Doch wie schaut es mit der Einrichtung und Funktionalität aus?
Da ich vor dem UTStarcom noch kein VoIP-Telefon in der Hand hatte, ist die Einrichtung alles andere als ein Kinderspiel. Die Tatsache, dass das Vorab-Gerät über keinerlei Benutzerdokumentation verfügt, macht die Sache nicht gerade einfacher, zumal das Testgerät nur über englische und chinesische Menüs verfügt. Doch vor aller Einrichtung steht erst einmal der Account bei Sipgate. Der stellt glücklicherweise das geringste Problem dar.
Zwei Hürden
Nach der Anmeldung bei Sipgate gibt es zwei Hürden: Zum einen muss das Handy ins WLAN eingebunden werden, zum anderen muss eine Verbindung mit Sipgate hergestellt werden. Die Konfiguration in meiner Wohnung: Fritz!Box WLAN 3070 und ein iMac Core Duo. Eine vielleicht etwas exotische Konfiguration. Der iMac ist per Kabel am Router angeschlossen, das WLAN auf der Fritz!Box ist für den Laptop vorkonfiguriert und hat sämtliche Hürden eingebaut: Versteckte SSID, MAC-Adresssperre, WPA-PSK mit einem ziemlich langen Schlüssel und einem ziemlich langen Netzwerk-Namen. Soviel also zur Konfiguration.
Der erste Weg führt, natürlich, über das Handy selbst. Das Menü für das WLAN ist schnell gefunden (Wi-Fi -> Wi-Fi-Config -> AP-Profile). Die Daten können wie bei jedem anderen Handy mit der Handy-Tastatur eingegeben werden. Nun muss der Fritz!Box noch mitgeteilt werden, dass das Gerät ins WLAN soll. Also MAC-Adresssperre kurz aufheben, um das Handy ins WLAN einzubinden. Eine Sache von Minuten und für jeden, der bereits ein WLAN eingerichtet hat, kein Problem. Nach einem Neustart ist das F3000 dann auch mit der Fritz!Box verbunden und zeigt nach kurzer Zeit auch "Sipgate" als Betreiber-Info an.
Telefonieren ohne SIP-Account? Wie das?
Doch halt: Ich habe doch noch gar keine Daten zum SIP-Account eingegeben? Ich teste, indem ich mich selbst auf dem Festnetz anrufe: Tatsächlich klingelt das Telefon. Ein Wunder? Wird das F3000 etwa in der Lage sein, anhand des DSL-Anschlusses herauszufinden, welcher Sipgate-Kunde mit dem Gerät telefonieren möchte? Technisch ist das ziemlicher Unsinn, weshalb ich vermute, dass noch ein alter SIP-Account gespeichert ist. Und Bingo: Im Telefon lassen sich bis zu drei SIP-Accounts einrichten und auswählen. Hier hatte wohl jemand seine Daten hinterlassen, als er das Gerät ausprobierte.

Sagen Sie Ihre Meinung!