Youtube 2.0: Videos online schneiden mit Jumpcut und Eyespot
Mit wenigen Klicks zum eigenen Videoblog
Die Jumpcut-Steuerelemente sind nicht zuletzt deshalb unübersichtlicher, weil Anwender bei dem Dienst auch deutlich mehr Funktionen nutzen können: So ist es zum Beispiel möglich, nachträglich noch Texte in einigen vorgegebenen Formaten einzufügen oder die Bilder mit Effekten wie Farbfiltern zu bearbeiten. Die Übergänge zwischen den einzelnen Videoschnipseln lassen sich mit Überblendeffekten verschönern. Außerdem ist auch eine Anpassung der Lautstärke der einzelnen Clips möglich, während der Ton bei Eyespot bei den einzelnen Clips nur an oder ausgeschaltet werden kann (netzwelt-Testvideo bei Eyespot / Jumpcut).
Während Eyespot in Sachen Videobearbeitung den Kürzeren zieht, sticht der Dienst Jumpcut in Sachen Veröffentlichung aus: Mit wenigen Mausklicks können Eyepsot-Nutzer einen eigenen Blog erstellen (Netzwelt-Testblog). Ebenfalls nur bei Eyespot ist ein Download der Video-Remixe möglich, allerdings nur für den Produzenten selbst. Bei beiden Diensten dagegen können sich Nutzer einen HTML-Code auswerfen lassen, um die Videos unkompliziert in ihre Website einbinden zu können.
Ein Videoclip ohne die passende Musik macht nur halb so viel Spaß: Sowohl bei Eyespot als auch bei Jumpcut können Nutzer ihre Filme mit Musikdateien unterlegen, die bei beiden Seiten im MP3-Format hochgeladen werden müssen. Im Gegensatz zu den Filmen sind die Musikdateien aber derzeit noch bei beiden Diensten nicht für alle Nutzer verfügbar - entsprechende Datenbanken sind laut Informationen auf den Websites in der Mache.
Bei der Musikuntermalung sind der Kreativität bei Jumpcut weniger Grenzen gesetzt: Mit wenigen Mausklicks können mehrere Musikstücke eingefügt werden, die die Anwender passend zu den Bildern zurechtschneiden können. Bei Eyespot dagegen können nur komplette ungeschnittene Musikstücke als Untermalung eingefügt werden.
Fazit: Spaßig und ausbaufähig
Im Vergleich offenbarten beide Dienste Stärken und Schwächen: Während bei Eyespot der eigene Blog oder die Möglichkeit des Dateidownloads locken, gefallen bei Jumpcut die zusätzlichen Features der Schnittsoftware und die höhere Auflösung der Videos.
Für alle, die ein qualitativ hochwertiges Video erstellen möchten, sind die Webdienste allerdings keine Alternative zu Schnittsoftware. Zugegeben: Zumindest anfangs ist es ein kurzweiliger Spaß, eigene Clipmixe zu erstellen und sich dabei der reichhaltigen Archive zu bedienen. Langfristig sind die Möglichkeiten der Dienste im Vergleich zu Videoschnittsoftware allerdings äußerst begrenzt. Zum Beschneiden von ohnehin qualitativ minderwertigen Handy-Schnappschuss-Filmchen eignen sich Eyespot und Jumpcut aber allemal.

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