Flatterhaftes Antiviren-Programm

Kurztest: Jagd auf die Vogelgrippe

Der Humor der Unterhaltungsindustrie ist unverwüstlich, sogar Tierseuchen werden zur Lach- und Schießnummer. Nichtstun hin oder her: Spätestens nach diesem Spiel dürfte wohl keiner mehr ein Huhn sein wollen.

Kurztest: Jagd auf die Vogelgrippe
Das Abknallen gesunder Tiere wird mit Punktabzug bestraft. Infizierte Vögel schimmern schon aus der Ferne ungesund grün

Virtuelle Vögel lebten bereits vor der Vogelgrippe gefährlich. Replikate der Gattung Lagopus lagopus - bekannt auch als Moorschneehuhn - traf es besonders hart, wurden sie doch selbst von vermeintlich harmlosen Büroangestellten bejagt. Kaum hat sich der Pulverdampf verzogen, droht durch das Virus H5N1 Gefahr auch abseits des Gewehrlaufs.

Kommt ein Vogelschwarm geflogen

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Auch wenn Tierschützer vermutlich nur allzu gern ein Hühnchen mit den Programmierern rupfen würden; der Vogelmord in diesem Spiel ist nicht nur Selbstzweck. Um sein auf dem Misthaufen scharrendes Geflügel vor der Seuche zu schützen, ballert der Spieler auf alle infizierten Zugvögel, die über den Hühnerhof hinwegfliegen. Sollte sich dennoch ein Schützling anstecken, können Gesundheitssymbole Abhilfe schaffen. Solche und andere Extras - eines lässt im Nu sämtliche Virenschleudern am Himmel verschwinden - werden durch Schüsse auf entsprechende Schilder aktiviert.

Zur Heilung von infizierten Hühnern bleibt nicht viel Zeit. Hennen im Endstadium werden von einem Veterinär in den Himmel katapultiert. Gelingt es dem Spieler, das Tier währenddessen in Fetzen zu schießen, watschelt zur Belohnung ein neues Huhn daher. Vorzeitig zu Ende ist das Spiel, wenn der gesamte Geflügelbestand hinüber ist. Jedes der insgesamt drei Levels darf jeweils dreimal neu begonnen werden, danach fängt das Spiel von vorn an. Die sichersten Schützen tragen sich in einer Highscore-Liste ein.

Viraler Angriff aus der Tiefe des Raums

Anders als in vielen Moorhuhn-Ablegern knallt die Schrotladung durch 3D-Landschaften. Das dreidimensionale Federvieh fliegt vorwiegend aus der Tiefe des Raums auf den Spieler zu, der sich - mit Schrotflinte und Maschinenpistole bewaffnet - um die eigene Achse drehen darf. Immerhin.

Für 9,99 EUR bietet die Firma Topos das Game als Download an oder auf CD-ROM. Einmal installiert, läuft "Jagd auf die Vogelgrippe" auch ohne Disc.

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Fazit: Mit Vogelgrippe infizierter Moorhuhn-Klon - wer's mag.

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Einfach nur geschmacklos dieses Spiel. Nicht nur, daß das Thema zuerst durch alle Medien hochgepuscht wird, daß man gar nichts davon hören will. Plötzlich hört man gar nichts mehr davon,...

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