Linux aus Japan: Minicomputer Sharp Zaurus SL-C3200 im Test

Fazit

Musik- und Video-Player sind ebenfalls vorinstalliert. Der Audioplayer überzeugt durch eine übersichtliche Menü-Gestaltung und sinnvolle Funktionen. Nahezu alles, was eine echte MP3-Jukebox leistet, stellt auch den SL-C3200 nicht vor unlösbare Probleme. Resume-Funktion, Wiedergabelisten und unterschiedliche Abspiel-Optionen sind also verfügbar.

Über den integrierten Mono-Lautsprecher plärrt es bei voller Lautstärke beträchtlich, für Hörspiele und Systemklänge möchte man ihn dennoch nicht missen. Wer besseren Klang möchte, kann einen Kopfhörer über den handelsüblichen 3,5-Millimeter-Anschluss anstöpseln. Dann gehen Sound und Lautstärke in Ordnung. Da ein Equalizer fehlt, hat der Nutzer leider keinen Einfluss auf den Klang, um zum Beispiel die etwas drucklosen Bässe nachzukorrigieren.

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Sharp Zaurus SL-C3200

Einfache MPEG-Dateien bereiten dem Testmodell keine Schwierigkeiten, ein echter Movie-Player ist es aber nicht. Allzu oft müssen Filme mit zusätzlicher Software umgewandelt werden. Für das ein oder andere Filmchen ist der Zaurus dann zu haben. Praktisch - während der Musik- oder Film-Wiedergabe ist ein Wechsel zu anderen Programmen problemlos möglich. Musik oder Filme laufen dann im Hintergrund weiter.

Der Zaurus SL-C3200 kostet knapp 700 Euro. Für diese Summe geht auch schon das ein oder andere ausgewachsene Notebook über den Tresen. Allerdings hat man dieses, wenn man es benötigt, meist zu Hause auf dem Schreibtisch stehen. Die Stärke des Zaurus ist seine Mobilität. Kaum ein Organizer, vom LifeDrive von Palm einmal abgesehen, hat einen vergleichbar großen Speicher. Damit ist er nicht nur stures Arbeitspferd, sondern gleichzeitig auch Alleinunterhalter. Eine tadellose Verarbeitung, die verbauten Komponenten und nicht zuletzt das Betriebssystem Linux runden den positiven Gesamteindruck ab.

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