Apple verleitet Fans zum Diebstahl, glaubt Rob Glaser

Realnetworks-Chef: 50 Prozent aller iPod-Tracks sind geklaut

Realnetworks-CEO Rob Glaser hat in einem Interview mit dem britischen Guardian erklärt, dass die Hälfte aller Musik auf iPods aus illegalen Quellen stamme. Der Grund dafür sei die fehlende Interoperabilität, so Glaser.

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Vielleicht liegt es am schlechten Wetter. Oder am ungenießbaren Frühstück. Irgendetwas sorgt in London dafür, dass Firmenchefs schnell mal die Beherrschung verlieren. Als Microsoft-CEO Steve Ballmer im Herbst 2004 in die britische Hauptstadt kam, erklärte er seinem verdutzten Publikum, iPod-Besitzer seien allesamt Musikdiebe. Knapp zwei Jahre später wird Realnetworks-Chef Rob Glaser in London zur Strategie seiner Firma interviewt. Und was gibt er da von sich? "Rund die Hälfte der Musik auf iPods sind Songs, die sich Leute illegal besorgt haben."

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Apple hat Schuld an der Misere

Im Gegensatz zu Ballmer schreckte Glaser immerhin vor der direkten Publikumsbeschimpfung zurück. Schuld an der Misere sei vielmehr Apple, da die Firma ihren Kunden kein Musikformat biete, das auch auf anderen Geräten funktioniere. Musik-Klau sei heute die einzige einfache Lösung, wirklich interoperable Songs zu bekommen.

Glaser erklärte gegenüber dem Guardian auch, warum seine Firma hierzulande eher zögerlich mit dem Verkauf von Musik-Abos ist. In den USA sei man noch dabei, die richtigen Formeln für portable Abo-Angebote zu entwickeln. Wenn diese ausgereift seien, werde man sie auch nach Europa bringen. Dies sei nicht vor 2007 zu erwarten.

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