Sowie einige Tipps zum Einrichten des eigenen Heimkinos
Präsentiert in Dolby Digital: Die wichtigsten Formate der Klang-Tüftler
Michael Knott
"Präsentiert in Dolby Digital" - immer mehr Sender strahlen ihre Blockbuster in hoher Klangqualität aus. Geht es um Musik oder Film, dann hat Dolby mit Sicherheit die Finger im Spiel. Über zehn verschiedene Formate haben die englischen Klang-Tüftler bereits entwickelt. Netzwelt erklärt, wo die Unterschiede liegen, mit welchem Programm Sie alles aus Ihrem Heimkino herausholen und wie Sie es am besten einrichten.
Raumklang - damit ist nicht etwa der swingende Musikbunker der Nachwuchsband gemeint, sondern ein einhüllender Schall, welcher den Zuhörer wie eine Wolke umgibt. Im Kino hat jeder diesen Effekt schon einmal gehört. Das Flugzeug kommt von schräg vorne, schießt direkt am eigenen Kopf vorbei und verschwindet hinter der linken Schulter, rechts und links zwitschern die Vögel.
Inhalt
- Bilder im Kopf
- Dolby Surround
- Dolby Digital
- Dolby Pro Logic II
- Dolby Pro Logic IIx
- Dolby Virtual Speaker
- Dolby Headphone
- Dolby Digital EX
- Ein paar Tipps zum Einstellen und Aufstellen der Anlage
- Feinheiten berücksichtigen
- Testrauschen
Bilder im Kopf
Schließt man im Kino die Augen, enstehen die Bilder von ganz allein im Kopf. Umgedreht ist dies nicht möglich. Guter Klang wird häufig unterschätzt, dabei steuert er mindestens genauso viel wie das Bild zu einer gelungenen Illusion bei. Doch wo genau liegen die Unterschiede zwischen Surround, Pro Logic, Virtual Surround oder Pro Logic IIx? Welche Einstellungen muss ich an meinem Receiver vornehmen, um das beste Ergebnis zu erzielen?
Dolby Surround hieß ursprünglich Dolby Stereo und schlug zum ersten Mal im Kino Wurzeln. Selbst heute ist auf den Filmrollen neben den digitalen Tonspuren auch noch der analoge Dolby-Ton vorhanden. Auf den gepolsterten Kinosesseln, das Popcorn in der Hand, entsteht der Räumlichkeitseindruck durch eine Aufteilung des Klangs in drei Front-Kanäle sowie einen Effekt-Kanal für seitliche oder hintere Lautsprecher.
Die Stimmen der Protagonisten können exakt geortet werden, scheinen direkt aus der Leinwand herauszukommen. Nicht umsonst positionieren Kinobetreiber die Frontkanäle gerne dezent hinter der Leinwand. In diese sind kleine Löcher eingearbeitet, durch welche der Schall ungehindert seinen Weg zum Zuschauer finden kann. Der hintere Effekt-Kanal sorgt für die Umgebungsgeräusche. Diese Technik wird bereits, man mag es kaum glauben, seit 1975 eingesetzt.
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