Lucky und Flo schnüffeln nach gebrannten DVDs
Zoll: Spürhunde erschnuppern Raubkopien
Christian Rentrop
Hunde haben eine gute Nase und leisten seit Jahren gute Dienste, um Drogen, Verstöße gegen den Artenschutz und illegale Einwanderer aufzuspüren. Jetzt haben britische Hundetrainer ihre Fifis darauf abgerichtet, Raubkopien aufzuspüren, wie die britische Copyright-Organisation FACT berichtet.
Was gebrannt müffelt...
Raubkopierer sollten sich am Flughafen künftig vor Labradors in Acht nehmen: Die zwei schwarzhaarigen Schnüffler mit den Furcht erregenden Namen "Lucky" und "Flo" nutzen ihre Spezial-Nasen, um am Londoner Flughafen Stansted Raubkopien aufzuspüren. Die Hunde erkennen angeblich zuverlässig Pakete mit geschmuggelten Raubkopien, wie sie gerne in die EU und Großbritannien eingeführt werden.
Die britische Federation Against Copyright Theft, kurz FACT, ließ verlauten, dass die Hunde, die ab kommendem Freitag testweise auf dem Flughafen eingesetzt werden sollen, bereits Erfolge verbuchen konnten: In Testläufen in Zusammenarbeit mit dem Paketdienst FedEX erkannten die Hunde zuverlässig gebrannte Film-DVDs in Kartons und Gepäck von Testpersonen. Ob alte Socken und ungewaschene Unterwäsche Auswirkungen auf die olfaktorische Erkennungsdichte haben, wurde jedoch nicht geklärt.
... wird vom Hund erschnüffelt
Ebenfalls unklar ist, wie die Spürnasen legale von illegalen Inhalten auf den Datenträgern unterscheiden können. Sicher ist jedoch, dass sich illegal gebrannte Datenträger geruchlich nicht von legalen unterscheiden dürften. Es sei denn, der Raubkopierer war beim Brennen nervös und hat eine spezifische Angst-Duftnote auf den DVDs hinterlassen. Das ist allerdings eher unwahrscheinlich.
Die naheliegendere Lösung: Die Hunde erkennen alle gebrannten Datenträger und haben es bei größeren Mengen einfacher als bei einzelnen Datenträgern. Größere Mengen gebrannter Datenträger deuten jedoch auf Raubkopien-Schmuggel hin, haben Otto-Normal-Verbraucher doch in der Regel nur wenige gebrannte DVDs und CDs im Gepäck. Es ist anzunehmen, dass die Hunde erst ab einer bestimmten Masse von Datenträgern anschlagen. Ansonsten müssten die Ermittler zahlreiche Fehlfunde durchsehen, darunter die üblichen Verdächtigen: Erlaubte Privatkopien, Urlaubsfotos und -filme oder Sicherheitskopien von Software.
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ist denn heute der 1. april? was für'n quatsch! dann tu ich die sachen halt auf ne festplatte oder auf's notebook und gut ist. durchsuchen tun die das eh' nicht.
Zitat:
Nein. Aber die Hunde können wohl tatsächlich gebrannte DVDs erschnüffeln. Das mag uns als Menschen komisch vorkommen, doch Hunde riechen wesentlich besser, als die meisten Menschen SEHEN. Befremdlich, aber für Hundebesitzer normal ;-)
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