Harte Kritik an David Bowie
Lessig: Remix-Wettbewerbe sind Versklavung
Music Markt
Immer mehr Musiker veranstalten Remix-Wettbewerbe im Netz. Der bekannte Internet-Rechtsexperte Lawrence Lessig hat sich jetzt mit scharfen Worten gegen die Bedingungen dieser Wettbewerbe gewandt. Wer Remixern zum Verzicht auf jegliche Urheberrechte verpflichte, verhalte sich damit wie ein Sklavenhalter, so Lessig.
Als David Bowie vor zwei Jahren Werbung für Audis TT Coupe machte, verstaltete er dafür einen ungewöhnlichen Wettbewerb. Bowie lud seine Fans dazu ein, seine Songs nach Lust und Laune zu remixen. Der Gewinner des Wettbewerbs bekam einen Audi TT, Preis zwei und drei umfassten Hard- und Software im Wert von mehr als 2.000 Euro. Eine tolle Sache eigentlich, oder?
Alles eine Frage der Rechte
Ganz und gar nicht, findet der Stanforder Jura-Professor Lawrence Lessig. "In den Lizenzbedingungen des Wettbewerbs steht, dass Bowie nicht nur alle Rechte an seiner eigenen Musik hält, sondern auch an den Werken von Tausenden von Menschen, die seine Musik remixt haben", bemängelte Lessig kürzlich in einem Interview. Dies seien Bedingungen wie zur Zeit der Sklaverei, so sein hartes Urteil.
Lawrence Lessig ist Mitbegründer der Creative Commons-Initiative, die Kreative von einem freigebigeren Umgang mit ihren Urheberrechten überzeugen will. Creative Commons organisiert über seine CCMixter-Website selbst auch eigene Remix-Wettbewerbe. Wer dort teilnimmt, kann die selbst erstellten Remixe jedoch auch problemlos auf der eigenen Website zum Download anbieten.
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