Vom mac mini zum HTPC - Apples Media-Center-PC
Möglichkeit 3: Mac OS X mit Centerstage
"Centerstage" ist ein Open-Source-Projekt, um aus Apple-Rechnern vollständige Media-Center zu machen. Die Liste der geplanten Funktionen ist imposant: Center Stage soll genau wie Front Row und Media Central nahtlos mit iTunes, iPhoto und Quicktime zusammenarbeiten. Außerdem möchte man Fernseh-Funktionen vollständig integrieren, sodass auch Aufnahmen mit dem Media Center möglich sind. Die Podcast-Funktionen via iTunes sind natürlich obsolet und auch Web-TV soll möglich sein.
Man möchte ein Media-Center schaffen, das wirklich mit jeder nur denkbaren Mac-Funktion zurecht kommt. Neben Centerstage liegt noch das Tool "Backstage" bei, das es erlaubt, die Medien auf der Festplatte sinnvoll zu katalogisieren. Centerstage und Backstage arbeiten nahtlos miteinander zusammen. Leider liegt die Software erst in einer frühen Version vor, weshalb sie alles andere als stabil läuft. Im Test stürzte sie mehrfach ab und blockierte den ganzen Mac, sodass das Programm nur noch mit Hilfe des Klammergriffs beenden ließ.
Centerstage in Aktion (Quelle: Softpedia.com)
Absturzfreudiger Bühnenplatz
Ein weiteres Manko von Centerstage ist zurzeit die fehlende Unterstützung der Apple Remote. Die kleine Fernbedienung liegt inzwischen allen neuen Macs bei und dürfte sich bald als Standard zur Mac-Fernsteuerung durchsetzen. Es ist zu erwarten, dass auch Centerstage irgendwann zu dieser Fernbedienung greift, im Moment sind jedoch nur Drittanbieter-Fernbedienungen möglich.
Zudem ist die Alpha-Version recht schlecht programmiert. Von den Media-Center-Lösungen für Mac OS X ist Centerstage sicherlich der hoffnungsvollste Kandidat, wenn auch der Hardware-intensivste. Auf dem mac mini war die Software kaum nutzbar, der Gegencheck auf einem iMac Core Duo war ebenfalls ernüchternd. Neben den zahlreichen Abstürzen jagt die Software die Prozessorlast massiv in die Höhe, Dauerlüftung ist also nicht ausgeschlossen.
Lüftergeschichten
Der mac mini ist ein leiser Computer, trotzdem muss auf den Lüfter hingewiesen werden: Durch die kompakte Bauweise muss der Lüfter hin und wieder angeworfen werden, um die heiße Luft aus dem Gehäuse zu kehren. Dabei bleibt der mac mini jedoch weiter sehr leise. Wenn man bei Zimmerlautstärke eine DVD schaut, ist der Lüfter bestenfalls als leises Rauschen im Hintergrund zu vernehmen. Im normalen Betrieb springt der Lüfter dank des sparsamen Core Duo-Prozessors aber auch so gut wie nie an. Im Test an einem sonnigen Mai-Tag mit Zimmer-Temperaturen über 25 Grad meldete sich der Lüfter selbst bei hartem Einsatz mit iTunes und eingeschalteter Visualisierung bei Vollbild nur hin und wieder und war dann auch bestenfalls als leises Rauschen zu vernehmen. Das DVD-Laufwerk ist im Betrieb lauter, bewegt sich jedoch auch im Bereich eines normalen DVD-Players.
Die zurückhaltende Lüftung des mac mini wird unterstützt durch den massiven Gummi-Fuß, den der Rechner hat. Dadurch werden Vibrationen von Lüfter und DVD-Laufwerk kaum an Schreibtisch oder Fernsehregal weitergegeben. Andere Media-Center-PCs haben den Nachteil, dass selbst leise Lüfter dank Plastikfüßen ein sonores Brummen in Holz- und Metallunterlagen erzeugen, die das Geräusch massiv verstärken. Nicht so beim mac mini, die Vibrationen werden effizient vom Gummi gedämpft und fallen dadurch nicht besonders störend auf.
Weitere Informationen
Dieser Artikel bezieht sich auf das Produkt Apple Mac Mini. Im Datenblatt finden Sie weitere Technische Daten zu Apple Mac Mini. Zusätzlich haben wir zu diesem Thema folgende redaktionelle Übersichten erstellt: Mac OS X.
